Rückblick: Politiktandem vor Weihnachten

Für den Jahresabschluss des neuaufgestellten Projekts „Politiktandems“ wurde das neue Format ein letztes mal mit den Schüler*innen des Lyonel-Feininger Gymnasiums ausprobiert und konnte somit erfolgreich ins Jahr 2024 starten.

Um es kurz zusammenzufassen, der neue Workshop „Politiktandem“ richtet sich vermehrt an Schulklassen und Jugendgruppen, die sich intensiv mit lokalen Aushandlungsprozessen rund um ein Thema der halleschen Stadtpolitik beschäftigen wollen. Neben klassischen Streitfragen der Kommunalpolitik (in diesem Fall die Bebauung des Hufeisensees) geht es auch um die Frage wie man ein Projekt selber gestaltet und dieses realisiert. Als Abschluss gibt es ein Gespräch mit Politiker*innen aus Halle um im gegenseitigen Austausch voneinander zu lernen und sich zuzuhören.

Während es bei der ersten Durchführung noch einige Kleinigkeiten gab, die es zu beheben galt, war es schön anzusehen, dass sich die Mühe gelohnt hatte und die Mehrheit der Schwierigkeiten überwunden werden konnte. So wurde der Workshop von 6 auf 5 Stunden verkürzt, und gleichzeitig das Programm etwas angepasst, um es flüssiger und ohne Leerlauf für die Schüler*innen zu gestalten. Unklarheiten wurden beseitigt, Informationen hinzugefügt und neue Elemente kreiert. Das und der neue Pizza-Lieferant, der es schaffte die Pizza auch warm anzuliefern, führte zu dem spontanen Ausruf, es sei „der beste Workshop den sie bisher hatten“.

Es könnte eine schöne Zusammenfassung des Workshops sein, reicht aber natürlich nicht wenn man den Anspruch hat sich und das Projekt ständig zu verbessern und weiterzuentwickeln. So konnte auch diesmal die Mediengruppe leider nicht zu einem Abschluss mit ihrer Aufgabe kommen, und es bleibt eine Herausforderung die Teilnehmenden in der letzten Stunde am Ball zu halten, wenn es zum Gespräch zwischen ihnen und den Stadträt*innen kommt.

Dennoch ist es toll, Fortschritt zu erkennen und das ermutigt weiterhin dran zu bleiben und den Workshop zu optimieren. Gleichzeitig sind noch andere Formate geplant, die vor allem im Rahmen der Kommunalwahl stattfinden sollen. Es lohnt sich also informiert zu bleiben.

Jahresbericht 2022 veröffentlicht

Auch wenn jetzt bereits das Jahr 2024 gestartet ist, wollen wir mit unserem Jahresbericht noch auf das Jahr 2022 blicken. Viele verschiedene Projekte und Aktionen haben wir durchgeführt und den Verein sowohl intern, als auch nach Außen verändert.
Im Jahr 2022 wurde unser neues Logo vorgestellt. Außerdem begann eine Weiterentwicklung unserer Struktur, die bis heute andauert.

Der gesamte Jahresbericht mit Berichten von den einzelnen Projekten und Informationen über die Vereinsaktivitäten ist hier abrufbar.

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Bildungswochen gegen Rassismus vom 09. - 22. März 2024


Vom 09. – 22. März 2024 finden die Bildungswochen gegen Rassismus zum 13. Mal in Halle statt, wie immer als Projekt von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Zum diesjährigen Thema "Rechte für alle statt alle nach rechts!" wird es etwa 40 Veranstaltungen im Stadtgebiet geben.
Die Eröffnung der Bildungswochen am 9. März wird mit einem großen Aktionstag in der Silberhöhe auf dem Anhalter Platz gefeiert. Von 14:00 – 18:00 Uhr stellen sich Aktive und Vereine aus dem Quartier Silberhöhe und der ganzen hallenser Stadtgesellschaft vor. Dort findet auch die Eröffnungskundgebung um 14:30 Uhr statt, gerahmt von vielfältigen Beiträgen der Kooperationspartner*innen: zahlreiche Infostände, Live-Musik, eine Living Library, eine Friedensmeditation, eine Torwand, eine Ausstellungseröffnung, Bastelangebote für Kinder und Vieles mehr laden zum Vernetzen, Kennenlernen und Mitmachen ein.
Auch der Abschluss der Bildungswochen am 22. März wird als Aktionstag in Heide Nord ein besonderes Event.

Das gesamte Programm und aktuelle Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sind unter www.bildungswochen.de abrufbar. Auch auf dem Instagram-Kanal (@bildungswochen) und Facebook (Halle gegen Rechts) stehen stets aktuelle Informationen bereit. Nehmen Sie die Einladung an, und besuchen Sie die zahlreichen, meist kostenfreien Workshops, Kulturveranstaltungen, Rundgänge, Filmvorführungen und vieles mehr!

Unter dem Motto "Wir lieben Konflikte!" bieten wir auch im Jahr 2024 ein vielfältiges Seminarprogramm an.

Die Anmeldungen für alle Veranstaltungen sind ab sofort möglich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Alle weiteren Informationen zu den Angeboten finden sich hier.

 

Dem Rechtsruck widersetzen – Solidarisch. Vielfältig. Demokratisch.

Protest gegen rechte Vertreibungspläne und die Bedrohung der Demokratie am Samstag, 20. Januar 2024 um 14 Uhr auf dem August-Bebel-Platz.

Am 10. Januar veröffentlichte das Medienhaus CORRECTIV Recherchen zu einem Treffen im brandenburgischen Potsdam von AfD-Funktionsträger*innen, Neonazis, Mitgliedern von CDU, Werteunion, Vereinen und Unternehmer*innen.

Bei diesem Treffen ging es um die massenhafte Vertreibung von deutschen Staatsbürgern, die als politische und gesellschaftliche Gegner der AfD gelten, Menschen, die Zuflucht gesucht haben, um Migrant*innen mit und ohne deutschen Pass. All jenen soll, nach den Plänen der AfD und der anderen Rechtsextremen, die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt werden und sie sollen in einen nordafrikanischen “Musterstaat” deportiert werden.

Das ist nichts anderes als ein Plan zur rassistischen und politischen “Säuberung” dieser Gesellschaft.

Die Recherchen zeigen einmal mehr und in aller Deutlichkeit: Die AfD ist nicht nur parlamentarischer Arm der extremen Rechten, sondern arbeitet aktiv gegen die Demokratie und die plurale Gesellschaft. Sie ist eine ernsthafte Gefahr für die Würde eines jeden Menschen.

Dass die extreme Rechte Vertreibungspläne schmiedet, ist weder überraschend noch neu. Ebenso, dass die AfD im Zentrum extrem rechter Organisierung steht und mit Vertretern der “Identitären Bewegung” und Neonazis gemeinsame Kampagnen und Strategien erarbeitet. Bis 2018 hatte der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider sein Büro im rechtsextremen Hausprojekt der “Identitären Bewegung” in der Adam-Kuckhoff Straße in Halle (Saale).

Auch der AfD-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, nahm an dem Treffen teil und äußerte dort laut Bericht von CORRECTIV den Wunsch, Druck auf ausländische Restaurants auszuüben, um Menschen das Leben hier “so unbequem wie möglich” zu machen. Allein diese Aussage macht deutlich, dass er als Vorsitzender des Ausschusses für Soziales und Integration nicht tragbar ist.

Vertreibungs- und Säuberungsfantasien gehen immer mit konkreter Gewalt einher - bereits jetzt melden die Opferberatungsstellen einen Höchststand an rassistischer und antisemitischer Gewalt. Das zwingt uns zum Handeln.

Die Recherchen von CORRECTIV zeigen eindrücklich, wie ernst es der AfD mit den Plänen zum Umsturz dieser Gesellschaft ist und dass sie dabei auch auf finanzstarke Unterstützung setzen kann.

Wir nehmen die jüngsten Veröffentlichungen zum Anlass, auch in Halle rechten Vertreibungsplänen entschieden entgegenzutreten und rufen zur entschlossenen und gewaltfreien Demonstration auf.

Dem Rechtsruck widersetzen - 20.01.2024 | 14:00 Uhr | August-Bebel-Platz

Gemeinsam fordern wir:

  • Solidarität mit allen Betroffenen von menschenfeindlichen Ideologien
  • konsequente und ernsthafte Prüfung eines AfD-Verbots
  • Trockenlegung rechter Strukturen und ihrer Geldgeber*innen
  • Normalisierung rechter Positionen, insbesondere durch demokratische Parteien, stoppen
  • Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft

Wir fordern alle auf, sich dem, in ihrer Unterschiedlichkeit, anzuschließen: Werdet aktiv, seid solidarisch, kommt zur Demo und engagiert euch auch danach gegen die extreme Rechte!

 

 

 

 

 

Broschüre "Globales Lernen in Sachsen-Anhalt", 7.Auflage ist fertig

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass die nunmehr 7. Auflage der Broschüre "Globales Lernen in Sachsen-Anhalt" vor einigen Tagen aus der Druckerei gekommen ist.
Die Broschüre kann auch online abgerufen werden unter https://www.globales-lernen-lsa.de/ . Dort befindet sich auch die Datenbank "Globales Lernen in Sachsen-Anhalt", in der man online nach Bildungsangeboten suchen kann. Die komplett überarbeitete 7. Auflage beinhaltet nunmehr 176 Bildungsangebote zum Globalen Lernen und zu Bildung für nachhaltige Entwicklung in Sachsen-Anhalt. Mit dabei sind auch Bildungsangebote zu Antirassistischer Bildung, Friedens- und Demokratiebildung sowie zu Klimabildung. Die Broschüre ist entstanden in Kooperation mit dem EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt. Interessierte aus Bildungseinrichtungen können sich gerne bei uns melden, wenn sie die Broschüre für ihre Bildungseinrichtung haben möchten (bitte Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden)

Die Broschüre ist hier online lesbar.

Der Newsletter Dezember 2023 ist erschienen

Er kann hier online gelesen werden

Film zur Lernlandschaft "Globale Wertschöpfungskette vom Kakaobaum bis zur fertigen Schokolade" fertiggestellt

Melanie Engelke, Ulrike Eichstädt, Friedenskreis Halle e.V.

In diesem Film wird erklärt, wie man mit Hilfe der partizipativen Methode "Lernlandschaft" mit Kindergartenkindern und Schüler*innen bis hin zu Erwachsenen gemeinsam die globale Wertschöpfungskette der Schokolade erarbeiten kann. Die Wertschöpfungskette enthält die Abläufe vom Rohstoff Kakao bis zum fertigen Endprodukt, der abgepackten Schokoladentafel, aber auch die globalen Bezüge werden angesprochen: die Anbauländer des Kakaos, die Verarbeitungsländer des Kakaos zu Schokolade, die Abhängigkeiten vom Weltmarktpreis sowie das Thema Kinderarbeit.

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Kampagne gegen den Gesetzesentwurf für ein Sonderregister und die Transparenz der Arbeit gemeinnütziger Organisationen unserer Partnerorganisation Helsinki Citizens’ Assembly (hCa) Banja Luka unterstützen

Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Bosnien-Herzegowina, die in der Republika Srpska tätig sind und ausländische Finanzmittel erhalten, sehen sich mit einem Gesetzentwurf konfrontiert, der sie diskriminiert und stigmatisiert (mehr Informationen dazu).

Der Entwurf sieht ein spezielles Register für solche NRO und zusätzliche administrative und finanzielle Berichtspflichten vor. Er enthält Bestimmungen, die vage formuliert sind und die legitimen Aktivitäten solcher NRO erheblich einschränken könnten. Diese könnten auch zur Schließung von NROs führen.

Viele NRO in ganz Bosnien und Herzegowina, auch in der Republika Srpska, erfüllen eine entscheidende Funktion bei Förderung Schutz von Menschenrechten, bei der Friedenskonsolidierung und der Unterstützung der schwächsten Menschen in der Gesellschaft.

hCa fordert mit der Kampagne die internationale Gemeinschaft und die Behörden in der Republika Srpska und in ganz Bosnien-Herzegowina auf, das Recht auf Meinungs-, Rede- und Vereinigungsfreiheit uneingeschränkt zu respektieren und dafür zu sorgen, dass die wichtige Arbeit der zivilgesellschaftlichen Organisation nicht behindert wird.

 

Ausstellung "Gedanken zu globaler Ungleichheit" von Schüler*innen im Tekiez eröffnet

Im Tekiez findet vom 30.11. bis zum 11.12. eine Ausstellung mit Kunstwerken von Schüler*innen der Gemeinschaftsschule Kastanienallee und dem Christian-Wolff-Gymnasium statt.
Die Schüler*innen der 9. und 10. Klasse nahmen an einem zweitägigen Workshop teil, in dem sie ihr Wissen und ihre Perspektiven nutzten, um globale Ungleichheit mit Kunstwerken darzustellen.

Die Ausstellung kann an folgenden Tagen jeweils von 14-17 Uhr besucht werden:
30.11.
04.12.
07.12.
11.12.

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Berliner Erklärung – In Verteidigung der Migrationsgesellschaft


Wir als Friedenskreis Halle e.V. haben die "Berliner Erklärung - In Verteidigung der Migrationsgesellschaft" unterzeichnet, die durch "Transforming Solidarities" auf der Konferenz "Solidarität in der Migrationsgesellschaft" initiiert wurde.

»Mit zunehmender Fassungslosigkeit verfolgen wir die anhaltende Infragestellung des Rechts auf Asyl in den letzten Wochen und Monaten.
Die pauschale Diffamierung von Schutzsuchenden hat die Grenze zur Menschenverachtung überschritten. Nun gilt es, in Verteidigung der Migrationsgesellschaft aufzustehen und zu widersprechen.«

»Aus diesem Grund sagen wir klar und deutlich: Migration ist nicht das Problem. Das Problem ist nicht, dass wir in einer Einwanderungsgesellschaft leben. Migration hat eine Geschichte, eine Gegenwart und eine Zukunft.«

Das Problem ist die Skandalisierung der Migration. Das Problem ist, dass der aggressive und einseitige Diskurs über die vermeintliche Überforderung der Gesellschaft durch Migration von den strukturellen Bedingungen und historischen Entwicklungen ablenken soll, die die gegenwärtige Polykrise bedingen. Das Problem ist, dass Migration instrumentalisiert wird, um die Gesellschaft zu spalten. Dies forciert die derzeit erlebbare Zuspitzung gesellschaftlicher Debatten und die Überlagerung von Solidarität durch Hass.

Migration und Einwanderungsgesellschaft sind nicht verantwortlich für die prekäre Lage des Gemeinwohls in Deutschland und Europa. Migration und Einwanderungsgesellschaft verweisen aber erneut und verschärft darauf, dass die großen Herausforderungen dieses Jahrhunderts globale Herausforderungen sind.

Dies ist die Herausforderung, vor der wir heute stehen: Die Migrationsgesellschaft verteidigen und unsere geteilte Welt neu erfinden.«

Die gesamte Erklärung:

https://transsol.net/berliner-erklaerung

In English: https://transsol.net/berlin-declaration

Die Erklärung kann hier unterzeichnet werden.

 

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