Unsere Forderungen zur Kommunalwahl

Anlässlich der Kommunalwahl am 9. Juni haben wir auf Instagram verschiedene Videos mit Forderungen an die Lokalpolitik veröffentlicht.

Demokratieförderung ausbauen!

Besonders in Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks ist die Förderung des demokratischen Engagements wichtig, um dem gesellschaftlichen Rechtsruck entgegenzuwirken.
Wir rufen anlässlich der anstehenden Wahlen alle demokratischen Parteien dazu auf, sich weiter für die Förderung von demokratischem Engagement einzusetzen.

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Teilhabe für alle!

Wir fordern, dass alle Menschen in Halle am sozialen, kulturellen, beruflichen und politischen Leben teilhaben können Dafür braucht es echte Mitbestimmung für alle. Wir fordern, dass alle Menschen in Halle die dafür notwendigen Informationen haben. Wir fordern mehrsprachige Informationen zum Wahlsystem, Parteien und Wahlprogrammen.
Wir fordern das Wahlrecht für alle. Wir fordern einen Stadtrat, der so vielfältig ist wie die Menschen in Halle, in dem alle Perspektiven vertreten sind.

Wir fordern die Aufstellung von Migrant*innen als Kandidat*innen. Wir fordern aktives Zuhören vor Ort in den Stadtteilen. Die Menschen wissen selbst am besten, was sie brauchen.
Wir fordern mehr Dialog, dafür brauchen wir offene Räume. Räume für alle, für alle Sprachen, alle Perspektiven, alle Themen.

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Prävention statt Repression!

Der Diskurs um Jugendkriminalität war in der Vergangenheit immer wieder Gegenstand verschiedener Debatten und stets von Forderungen nach mehr Polizei und einem harten Durchgreifen der Sicherheitsbehörden geprägt.

Wir sagen, es braucht präventive Arbeit und beständige kommunale Förderung für Jugendarbeit, um Gewalt nachhaltig entgegenzuwirken. Nicht mehr Repression in Form von erhöhter Polizeipräsenz an Jugendtreffpunkten und vor Schulen erzielt langfristige Wirkungen bei jungen Menschen, sondern Prävention in Form von Bildungs- und Beteiligungsprojekten.

Als Friedenskreis setzen wir seit Jahren präventive und diskriminierungssensible Bildungsarbeit um und fordern von der Kommunalpolitik, die Prävention weiter auszubauen und rassistischen und klassistischen Diskursen entgegenzutreten.

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Kein Gedenken ohne Betroffene!

Wir fodern: TEKIEZ bleibt!
Der Raum des Erinnerns und der Solidarität ist eine einzigartige Gedenkstätte für Opfer rechter Gewalt. Stadt und Land müssen endlich auch finanzielle Verantwortung übernehmen.

Wir fordern: Kein Gedenken ohne Betroffene!
Es kann nicht sein, dass das Gedenken jedes Jahr aufs Neue an vielen Betroffenen vorbeigeplant wird. Es braucht Räume des Zuhörens, in denen Überlebende und Angehörige mit ihren Forderungen und Perspektiven ernstgenommen werden. Der Jahrestag sollte ihr Tag sein.

Wir stehen weiter für ein betroffenenzentriertes, selbstbestimmtes und solidarisches Gedenken, und laden alle in unserer Stadt dazu ein – auch die demokratischen Kandidat*innen und dann den neuen Stadtrat.

Zum Video.

Wir wünschen allen demokratischen Kandidat*innen, eine gute Stadtratswahl.
Geht wählen, gebt demokratischen Parteien eine Stimme und setzt euch auch außerhalb der Wahllokale mit uns für eine solidarische und offene Gesellschaft ein!

#HalleWählt - Rückblick auf die Aktionstage im ehemaligen Galeria Kaufhof

Am 30. und 31.05. fanden die Aktionstage anlässlich der anstehenden Kommunal- und Europawahlen im ehemaligen Galeria Kaufhof statt.
Gemeinsam mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen ermöglichten wir einen Raum für Diskussionen und Informationen rund um die Wahl. Entstanden war das Projekt aus einer von uns angestoßenen Idee, alle Info-Veranstaltungen im Wahl-Kontext zu bündeln und an einem gemeinsamen Ort zu veranstalten.

 

Das Friedenskreis-Projekt „Politiktandems“ organisierte am Freitagabend eine Diskussion rund um das Thema migrantische Repräsentation in Kommunalräten in den neuen Bundesländern. An dem Gespräch nahmen Herr Mohamad, Geschäftsführer von Lamsa, Musa Yilmaz von der SPD sowie Lara Marcović von den Grünen (beide Kandidat*innen für Halle-Neustadt) teil. In einem interessanten Austausch konnten viele Aspekte der Thematik beleuchtet werden, das Gespräch wurde übers CommonVoices Radio bei Radio Corax ausgestrahlt und kann hier nachgehört werden.

 

Außerdem stellte Teilhabe für (H)alle mehrsprachige Infos für Wahlprogramme einiger Parteien aus, es gab ein kleines Kommunal-Quiz, Kaffee und gute Laune für alle Besucher*innen.

Vielen Dank an alle, die geholfen haben, diese Aktionstage auf die Beine zu stellen. Außerdem danken wir allen Menschen, die im ehemaligen Kaufhof vorbeigeschaut haben, um an den zahlreichen Angeboten teilzunehmen.

Umwelttag der Stadt Halle: Gemeinsamer Infostand zu Tropischem Regenwald von Friedenskreis und Weltladen

Beim Umwelttag der Stadt Halle am 22.6.2024, von 10-15 Uhr auf dem Markplatz, werden wir als Friedenskreis Halle e.V. gemeinsam mit dem Eine Welt e.V./Weltladen Halle einen Info-Stand zum Thema Tropischer Regenwald und Buen Vivir (Gutes Leben) anbieten.

Unser Stand beinhaltet einen "Regenwaldtisch" mit Alltagsgegenständen, die Rohstoffe aus den Tropenwäldern beinhalten, eine Sticky Wall mit Fragen zu der Thematik "Was bedeutet für dich gutes Leben" und es können Freundschaftsbändchen aus alten Wollresten geknüpft werden.

Mit dem Infostand wollen wir Menschen dafür sensibilisieren, beim Einkauf von Produkten bewusster auf die Herkunft der Rohstoffe zu achten und sich künftig auch für den Schutz der tropischen Regenwälder einzusetzen. Außerdem besteht die Möglichkeit, anhand von Fragen aus dem "Buen Vivir" über die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu reflektieren und ins Gespräch zu kommen.

 

Herz statt Hetze: Demonstration am 8. Juni in Halle-Neustadt



Die Demokratie ist nicht selbstverständlich. Das kennen die meisten Menschen, die in Halle-Neustadt wohnen aus ihrer Lebensgeschichte und das zeigt sich momentan ganz deutlich u.a. in den Angriffen auf Politiker*innen an verschiedenen Orten in Deutschland.
 
Wir stehen kurz vor richtungsweisenden Wahlen. Darum wollen wir ein Zeichen setzen und unsere Stimmen erheben: Gegen Hetze und Hassparolen, gegen Gewalt gegenüber politisch Andersdenkenden, für Religionsfreiheit und gegen das Ausspielen der Einen gegen die Anderen.
 
Halle ist bunt, Halle-Neustadt ganz besonders. Hier treffen Menschen verschiedenster
Nationen, Generationen, Glaubensüberzeugungen und Bildungshintergründe aufeinander.
Dass das nicht immer leicht und konfliktlos ist, versteht sich von selbst. Trotz aller
Verschiedenheit sind wir jedoch in einem gleich: Wir sind Menschen, die einander mit
Respekt und Würde begegnen wollen. Rechtsextreme Parolen dürfen wir nicht akzeptieren.
Wir möchten vielmehr für eine solidarische Gesellschaft einstehen, die das Füreinander stärkt und den Wert der Demokratie kennt.
 
Daher rufen wir zu einer gewaltfreien und friedlichen Demo am 8.6. ab 15 Uhr in Halle-Neustadt auf. Unsere Demo führt uns über die Magistrale und die Saaleaue bis zum Meeresbrunnen. Dort wird es eine kleine Abschlusskundgebung geben.
Kommt, bringt Menschen mit und macht sichtbar, dass ihr hinter der Demokratie, der Vielfalt und dem Miteinander in unserer Stadt steht!

 Aufruf:

Extreme Rechte stoppen – Entschlossen. Solidarisch. Vielfältig.

Am 9. Juni finden in Halle (Saale) die Kommunal- und Europawahlen statt. Diese nehmen wir zum Anlass, um am 1. Juni gegen die extreme Rechte und für eine solidarische und offene Gesellschaft zu demonstrieren. Unter dem Motto: “Extreme Rechte stoppen - Entschlossen. Solidarisch. Vielfältig.” soll so an die bundesweiten Proteste gegen die Deportationspläne von einflussreichen AfD-Politiker*innen und anderen Rechtsextremen angeknüpft werden.

Datum: 1. Juni 2024
Zeit: 15:00 Uhr
Ort: Rosa-Luxemburg-Platz
Zubringer Fahrrad-Demo:
Zeit 14:30
Ort: Neustadt Zentrum

Besonders seit 2015 erlebt die Bundesrepublik ein Erstarken der extremen Rechten.

Kontinuierlich kann diese seit dem Erfolge verzeichnen. Insbesondere die AfD als ein Beispiel einer extrem rechten Partei konnte in den letzten Jahren ihre gesellschaftliche und politische Macht ausbauen. So besetzt sie mittlerweile Landrats- und Oberbürgermeisterposten und es ist zu befürchten, dass sie bei den diesjährigen Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen, erneut einen Zuwachs an Wähler*innen-Stimmen für sich verbuchen kann.
Gleichzeitig wird es immer offensichtlicher, wo diese vom Verfassungsschutz als “gesichert rechtsextrem” eingestufte Partei hinwill. Sie greift Minderheiten und Menschenrechte offensiv an. Ihre Rhetorik, ihr Programm und ihr Personal sind eine Kampfansage an demokratische Instanzen. Sie zeigt damit deutlich ihren Charakter als Umsturzpartei und parlamentarischer Arm rechtsextremer Gewalt.

Als Reaktion auf die Veröffentlichung von Correctiv folgten bundesweite Massenproteste und auch in Halle gingen über 16.000 Menschen auf die Straße. Wir rufen dazu auf, den Worten von damals, nun auch Taten folgen zu lassen. Insbesondere vor den Europa- und Kommunalwahlen ist es an uns, der demokratischen Zivilgesellschaft, Zivilcourage zu zeigen, rechtsextremen Narrativen zu widersprechen und sich der rechten Normalisierung zu widersetzen.
Denn der Einfluss der extremen Rechten bemisst sich nicht zuletzt daran, dass mittlerweile auch demokratische Parteien und Organisationen ihre Narrative übernehmen. So wurden in den vergangenen Monaten weitere Asylrechtsverschärfungen beschlossen, die das Sterben und die menschenunwürdigen Bedingungen an den EU-Außengrenzen weiter vorantreiben.

Das zeigt: Die Forderungen der extremen Rechten aufzugreifen, wie es auch demokratische Politiker*innen immer wieder tun, schwächt diejenigen, die von der extremen Rechten angegriffen werden.
Politik muss sich grundlegend ändern:

  • Rechte Narrative dürfen nicht weiter übernommen werden
  • Die löchrige Brandmauer muss hochgezogen werden
  • Es darf keine Zusammenarbeit mit der extremen Rechten geben, weder parlamentarisch noch gesellschaftlich

Setzen wir also am 1. Juni 2024 erneut ein Zeichen! Gegen den sich bereits jetzt schon normalisierenden Rechtsruck in Gesellschaft und Parlamenten! Lassen wir nicht länger zu, dass die Schwächsten unter uns durch Populismus und das Übernehmen rechter Erzählungen gegeneinander ausgespielt werden – weder hier vor Ort, noch an den Außengrenzen Europas.
Zeigen wir Haltung und fordern wir dies auch von allen Demokrat:innen.

 

Stellenausschreibung: Projektkoordinator*in im TEKIEZ

Das TEKİEZ ist als Raum des Erinnerns und der Solidarität aus dem ehemaligen Kiez-Döner entstanden, der an Yom Kippur 5780, dem 9.10.2019 neben der Synagoge Ziel eines rechtsterroristischen antisemitischen und rassistischen Anschlags wurde, bei dem Jana L. und Kevin Schwarze brutal ermordet und viele weitere zum Teil schwer verletzt wurden. Der Projektraum TEKİEZ ist deutschlandweit einzigartig als Erinnerungsraum, der Menschen am Tatort für eine solidarische Gesellschaft zusammenbringt und von Überlebenden antisemitischer und rassistischer Gewalt getragen wird. Seit Beginn der Förderung durch die  Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus im Februar 2023 befindet sich das Projekt in Trägerschaft des Friedenskreis Halle e.V.

Der Friedenskreis Halle e.V.  entstand in Folge der friedlichen Revolution von 1989 aus verschiedenen Bürgerinitiativen. Leitwerte und Hauptthemen unserer Arbeit heute sind: aktive Gewaltfreiheit, konstruktive sowie zivile Konfliktbearbeitung, gelebte Demokratie, transkulturelle Vielfalt und globale Gerechtigkeit.

Für die Fortführung der Projektarbeit im TEKİEZ suchen wir zum 15.07.2024 und zunächst befristet bis 31.12.2025

eine*n Projektkoordinator*in
(25h Teilzeitstelle).

Aufgaben

Die konkrete Ausgestaltung des Projekts kann vielfältig und umfangreich aussehen. Selbstverständlich können nicht alle Aktivitäten in derselben Intensität und Gewichtung umgesetzt werden. Die Struktur der Förderung bietet ein gewisses Maß an Flexibilität, sodass die Umsetzung auch von den persönlichen Kompetenzen der Projetkoordination abhängt. Im Groben gibt es folgende Aufgabenschwerpunkte:
   

  • Verwaltung und Organisation des Erinnerungsraums TEKİEZ,
       
  • Veranstaltungsmanagement und Ehrenamtlichenkoordination,
       
  • enge Zusammenarbeit mit Überlebenden in der Soligruppe 9. Oktober,
       
  • Bildungsarbeit unter Einbezug von Betroffenenperspektiven,
       
  • Koordination der Weiterentwicklung eines Ausstellungs- und Raumkonzepts,
       
  • Vernetzung für ein betroffenenzentriertes Gedenken mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, Bildungs-Trägern, Stadtverwaltung und Landespolitiker*innen,
       
  • Finanzverwaltung, Antragswesen und Abrechnung von Bundesmitteln,
       
  • Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere Bearbeitung von Presseanfragen.


Voraussetzungen

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium oder vergleichbare Qualifikation im Bereich  Sozialwissenschaften, Psychologie, Soziale Arbeit oder Pädagogik,
       
  • Fundierte Kenntnisse zu Antisemitismus, Rassismus und weiteren Dimensionen rechter Gewalt,
       
  • Erfahrungen und Kompetenzen in Bildungs- und/oder Bündnisarbeit gegen Antisemitismus und Rassismus sowie  allgemein in der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und/oder politischen Amtsträger*innen,
       
  • Erfahrungen und Kompetenzen in betroffenen-orientierter, traumasensibler Arbeit,
       
  • Kompetenzen in Fördermittelakquise, -verwaltung, Antrags- und Berichtswesen,
       
  • Identifikation mit den Zielen des Projekts, insbesondere mit betroffenen-zentriertem Erinnern und Gedenken,
       
  • Offenheit für die Themen und Ziele sowie das zivilgesellschaftliche Engagement des Friedenskreises,
       
  • Kenntnisse der englischen, russischen und/oder türkischen Sprachen hilfreich.

Wir bieten

  • eine verantwortungsvolle Tätigkeit in einem besonderen Projekt,
       
  • motiviertes Team von Ehrenamtlichen,
       
  • Anbindung an einen etablierten, dynamischen Verein mit ideeller Orientierung,
      
  • flexible Arbeitszeitgestaltung, teilweise remote möglich,
       
  • Supervision und Weiterbildungsmöglichkeiten,
       
  • 30 Tage Urlaub pro Jahr (bei einer 5-Tage-Woche),
       
  • Vergütung nach TvöD Bund.


Wir streben mehr Diversität in unserem Team an. Deshalb ermutigen wir Menschen mit
unterschiedlichen persönlichen Hintergründen und Erfahrungen, sich bei uns zu bewerben. Wir freuen uns beispielsweise über Bewerbungen von Juden*Jüdinnen, People of Color, Menschen mit Migrationsgeschichte, Schwarzen Menschen, Rom*nja und Sinti*zze, Muslim*innen, be_hinderten und/oder queeren Menschen. Vor dem Arbeitsort TEKİEZ liegt eine Stufe. Die Toiletten sind nur über eine Treppe zugänglich, die nächsten öffentlichen barrierefreien Toiletten sind 300m entfernt.

Bewerbung

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung (Motivationsschreiben und Lebenslauf) zusammen-gefügt in einem PDF-Dokument bis 05.06.2024 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.  
Bitte beziehen Sie sich in den Bewerbungsunterlagen konkret auf die beschriebenen Aufgaben und Voraussetzungen und beschreiben Sie gern Ihre möglichen persönlichen Schwerpunkte.

Teilen Sie uns auch gern die Pronomen und Namen mit, mit denen wir Sie im Bewerbungsverfahren ansprechen sollen.

Melden Sie sich bei Fragen oder Unsicherheiten ausdrücklich gern bei uns.

Fragen zum Bewerbungsverfahren bitte an Karola Kunkel unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Fragen zum Projekt bitte an Alma Roggenbuck unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Nach Sichtung der eingegangenen Bewerbungen werden wir eine Vorauswahl treffen. Für diese Personen sind jeweils zwei Kennenlerntermin geplant: ein online Termin voraussichtlich am 13.06.2024 sowie ein Termin direkt im Tekiez voraussichtlich am 17. oder 18.06.2024.


Karola Kunkel
Mitglied des Vorstands
Koordination Personal, Finanzen, Verein

Friedenskreis Halle e.V.
Große Klausstr. 11
06108 Halle/Saale
Tel.: 0345-279807-10

Extreme Rechte stoppen – Entschlossen. Solidarisch. Vielfältig.

 

Am 9. Juni finden in Halle (Saale) die Kommunal- und Europawahlen statt. Diese nehmen wir zum Anlass, um am 1. Juni gegen die extreme Rechte und  für eine solidarische und offene Gesellschaft zu demonstrieren. Unter dem Motto: “Extreme Rechte stoppen - Entschlossen. Solidarisch. Vielfältig.” soll so an die bundesweiten Proteste gegen die Deportationspläne von einflussreichen AfD-Politiker*innen und anderen Rechtsextremen angeknüpft werden. 

Besonders seit 2015 erlebt die Bundesrepublik ein Erstarken der extremen Rechten. Kontinuierlich kann diese seit dem Erfolge verzeichnen. Insbesondere die AfD als ein Beispiel einer extrem rechten Partei konnte in den letzten Jahren ihre gesellschaftliche und politische Macht ausbauen. So besetzt sie mittlerweile Landrats- und Oberbürgermeisterposten und es ist zu befürchten, dass sie bei den diesjährigen Kommunal-,  Europa- und Landtagswahlen, erneut einen Zuwachs an Wähler*innen-Stimmen für sich verbuchen kann.

Gleichzeitig wird es immer offensichtlicher, wo diese vom Verfassungsschutz als “gesichert rechtsextrem” eingestufte Partei hinwill. Sie greift Minderheiten und Menschenrechte offensiv an. Ihre Rhetorik, ihr Programm und ihr Personal sind eine Kampfansage an demokratische Instanzen. Sie zeigt damit deutlich ihren Charakter als Umsturzpartei und parlamentarischer Arm rechtsextremer Gewalt. 

Als Reaktion auf die Veröffentlichung von Correctiv folgten bundesweite Massenproteste und auch in Halle gingen über 16.000 Menschen auf die Straße. Wir rufen dazu auf, den Worten von damals, nun auch Taten folgen zu lassen. Insbesondere vor den Europa- und Kommunalwahlen ist es an uns, der demokratischen Zivilgesellschaft,  Zivilcourage zu zeigen, rechtsextremen Narrativen zu widersprechen und sich der rechten Normalisierung zu widersetzen. 

Denn der Einfluss der extremen Rechten bemisst sich nicht zuletzt daran, dass mittlerweile auch demokratische Parteien und Organisationen ihre Narrative übernehmen. So wurden in den vergangenen Monaten weitere Asylrechtsverschärfungen beschlossen, die das Sterben und die menschenunwürdigen Bedingungen an den EU-Außengrenzen weiter vorantreiben. 

Das zeigt: Die Forderungen der extremen Rechten aufzugreifen, wie es auch demokratische Politiker*innen immer wieder tun, schwächt diejenigen, die von der extremen Rechten angegriffen werden. 

Politik muss sich grundlegend ändern:

  • Rechte Narrative dürfen nicht weiter übernommen werden 
  • Die löchrige Brandmauer muss hochgezogen werden 
  • Es darf keine Zusammenarbeit mit der extremen Rechten geben, weder parlamentarisch noch gesellschaftlich 

Setzen wir also am 1. Juni 2024 erneut ein Zeichen! Gegen den sich bereits jetzt schon normalisierenden Rechtsruck in Gesellschaft und  Parlamenten! Lassen wir nicht länger zu, dass die Schwächsten unter uns durch Populismus und das Übernehmen rechter Erzählungen gegeneinander ausgespielt werden – weder hier vor Ort, noch an den Außengrenzen Europas. Zeigen wir Haltung und fordern wir dies auch von allen Demokrat:innen. 

Rückblick Bildungswochen gegen Rassismus

"Rechte für alle statt alle nach rechts!" - wir blicken zurück auf die diesjährigen Bildungswochen gegen Rassismus in Halle, die unter diesem Motto zahlreiche Menschen, Orte und Aktivitäten zusammengebracht haben. Die Veranstaltungsreihe vom 9. bis zum 22. März wurde von Ehrenamtlichen von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage organisiert.
Annähernd 60 Initiativen und Organisationen trugen zum Programm mit 42 Veranstaltungen bei. An den Konzerten, Lesungen, Stadtrundgängen, Theateraufführungen, Workshops, Filmen und Podiumsdiskussionen nahmen rund 2.000 Menschen teil - darunter auch viele Kinder und Jugendliche. In der Umsetzung aktiv waren die Mitglieder von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage, sowie städtische Träger und weitere Vereine und Initiativen der hallenser Stadtgesellschaft.
Die Koordination und Öffentlichkeitsarbeit durch die Ehrenamtlichen der AG Bildung wurde durch neue Engagierte tatkräftig unterstützt, und das wurde öffentlich wahrgenommen: die Ehrenamtlichen wurden für den Ehrenamtspreis "Esel der auf Rosen geht" nominiert.

Die beiden Aktionstage zur Eröffnung der Bildungswochen (09. März 2024 in der Silberhöhe) und zum Abschluss der Bildungswochen (22. März 2024 in Heide Nord) waren mit je 200 - 300 Gästen gut besucht und wurden in den Quartieren sehr gut angenommen. Vertreter*innen von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage, aus der Quartierrunde Silberhöhe, vom Forum Silberhöhe und der Stadt Halle (Katharina Brederlow, Beigeordnete für Bildung und Soziales und Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport) sprachen öffentlich zum Themenschwerpunkt der Bildungswochen, gerahmt von musikalischen Highlights, einer feministischen Jugend-Tan

zgruppe und vielfältigen Mitmach- und Informationsangeboten für Erwachsene, Jugendlichen und Kinder. Die Bildungswochen werden durch die Partnerschaft für Demokratie „HALLIANZ für Vielfalt“ aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ und im Rahmen des Landesprogramms #Wir sind das Land. Demokratie. Vielfalt. Weltoffenheit. Sachsen-Anhalt vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt gefördert.
Dies ermöglicht die Abdeckung der Projektverwaltung und der größten Koordinationsaufgaben durch eine bezahlte Stelle beim Friedenskreis Halle e.V., die das Engagement der AG Bildung von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage unterstützt.

 

Aktionstage Wahlen vom 30.-31.05. im ehemaligen Galeria Kaufhof

 

Am 30. und 31. Mai 2024 finden im ehemaligen Galeria Kaufhof in Halle/Saale die Aktionstage Wahlen statt. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen aus Halle laden wir alle Interessierten herzlich ein, sich über die bevorstehende Kommunalwahl in Halle/Saale und die Europawahl zu informieren und aktiv an Diskussionen teilzunehmen.

Am 30. Mai von 18-20 Uhr werden beim Wahlforum die Themen bürgerschaftliches Engagement, Bürgerbeteiligung und Freiraumnutzung diskutiert – die Chance, mit Experten und Politiker*innen ins Gespräch zu kommen, Fragen loszuwerden und Anliegen zu besprechen.

Am 31. Mai von 18-20 Uhr findet eine Podiumsdiskussion zum Thema (post-)migrantische Beteiligung und Repräsentation in Ost-Deutschland statt. Hier werden verschiedene Perspektiven beleuchtet und Lösungsansätze diskutiert.

Begleitend zu den Diskussionsrunden gibt es an beiden Tagen von 14-18 Uhr ein vielfältiges Rahmenprogramm. Unter anderem können Kinder und Jugendliche an der U18 Wahl teilnehmen, sich über Parteien und Wahlprogramme in mehreren Sprachen informieren, den Wahl-O-Mat ausprobieren und sich im Wahlcafé austauschen.

Wir freuen uns auf eure und Ihre Teilnahme an den Aktionstagen Wahlen und auf interessante Diskussionen und Begegnungen.

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Bewirb dich für einen Freiwilligendienst im Ausland!

 
Du bist zwischen 18 und 28 Jahre alt und hast Lust auf neue Erfahrungen, soziales Engagement und ein Jahr im Ausland?
Du hast Interesse an entwicklungspolitischen Zusammenhängen?
Im Rahmen des weltwärts1-Programms vermitteln wir dich an eine unserer Partnerorganisationen.
Wir beraten und begleiten dich bei Vermittlung, Ausreise und Förderung und auch während deines Auslandaufenthaltes.
Für die Ausreise im September 2024 haben wir noch freie Plätze bei unseren Partnerorganisationen in der Balkanregion.
 
Schicke uns eine kurze Mail und wir vereinbaren ein Beratungsgespräch!
Ansprechperson: Christin Ludwig
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: 0345 27980711

Wir wollen eine neue Website für den Friedenskreis!

 


„Der Friedenskreis macht so wichtige Arbeit und so viele tolle Projekte, aber das wird öffentlich gar nicht richtig deutlich!“

Unsere jetzige Website ist im Prinzip schon 14 Jahre alt. Im Laufe der Jahre wurden auch immer mal neue Elemente ergänzt. Aber sie ist mittlerweile sehr verschachtelt, viel zu voll und schwer administrierbar. Sie entspricht nicht mehr unserer aktuellen Arbeitsstruktur und ist auch einfach nicht mehr schön.

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