Distanz - Ein Bericht von Simon Kreft

Distanz ist erst mal ein allumfassendes Wort und jeder hat so seine eigene Interpretation davon: die einen sehen es nur als physischen Abstand, manch andere sehen es auch als einen Begriff der Zwischen-Menschlichkeit (in wie weit lasse ich jemanden in mein Leben eintreten, Bzw. innerer Abstand). Besonders bei Beziehungen und Freundschaften spielt die Distanz eine wichtige Rolle. Genau darin soll es in meinem Text gehen. Ich bin in eine mir fremde Kultur eingetreten und habe gemerkt das manche Menschen ganz andere zwischenmenschliche Vorstellungen haben als ich.

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Bericht von Lydia


Diese drei Monate vergingen gleichzeitig schnell und doch langsam. Vom 4. Bis zum 11. März hatten L und ich noch unser Zwischenseminar in Mali Idos in Serbien. Auch ein Punkt auf meiner Balkan to do- Liste, einmal mindestens nach Serbien zu fahren. Auf dieses Seminar hatten wir uns schon Wochen vorher vorbereitet. Wir haben ein paar Aufgaben und Fragen bekommen, welche wir bis zu Seminarbeginn beantworten sollten. Gesagt- getan. Unsere Reise nach Serbien haben wir selber geplant. Das war auch nochmal spannend und aufregend. Ob wohl alles klappt? Zuerst sind wir mit dem Bus 3-4h nach Novi Sad gefahren, auch eine schöne Stadt. Von dort ging es weiter ca. 1h nach Mali Idos, ein sehr kleines Dörfchen, wie sich dann rausstellte. L und ich haben uns erstmal verlaufen, da es in dem Dorf zweimal ein Grundstück mit dem Namen unserer Unterkunft gab. Wir haben es dann aber doch geschafft und sind gut und ein wenig müde angekommen. Das Grundstück, auf dem wir die nächste Woche verbringen durften, war wirklich schön und gemütlich, eine Art Herberge mit großem Außenbereich. Ein paar Gesichter kannten wir bereits von unseren Vorbereitungsseminaren. Die anderen kamen von verschiedenen Organisationen aus der Balkanregion, alle auch deutsch. Insgesamt waren wir, glaube ich, 13.

Das Seminar war eine schöne und erholsame Zeit, in der wir uns alle besser kennenlernen durften und Kontakte geknüpft haben (auch für eventuelle Reisen 😊 ) aber auch Zeit, in der wir uns nochmal mehr in die Leitthemen vertieft haben, uns nochmal speziell darauf einlassen konnten, was hier gerade mit uns passiert und was unsere Arbeit bedeutet. Auch, wenn ich irgendwann nicht mehr sitzen konnte, aufgrund der langen Inputs, war es eine auch sehr lustige Zeit mit dem Bonus, dass wir unglaublich gutes Essen serviert bekommen haben, welches auch nochmal speziell Balkan orientiert war.

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Lanas Bericht über die letzten 3 Monate

Hallo alle zusammen! Ich bin wieder zurück in Deutschland. Anfang März bin ich erwartungsvoll in den Bus nach Serbien (Novi Sad) gestiegen, um im nicht weit entfernten Mali Iđoš an meinem Zwischenseminar teilzunehmen. Es war tatsächlich schon die Hälfte meines Freiwilligendienstes um. Einerseits verging die Zeit sehr schnell, andererseits konnte ich schon so viele Leute kennenlernen und Dinge erleben, was in weniger als einem halben Jahr kaum machbar gewesen wäre.

Fun fact: In Vojvodina (nördliche Region Serbiens) sprechen sehr viele Menschen auch ungarisch fließend, da dieser Teil des Landes an Ungarn grenzt. So wird im Gespräch – die Erfahrung habe ich auch gemacht – oft zwischen beiden Sprachen gewechselt.

Das Seminar war toll: Dreizehn Balkan-Freiwillige von vier Organisationen, ein Ausflug nach Novi Sad zum CK13, ein Spaziergang zu einer Farm, interessante Einheiten zu Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, getrennte Schulen in BiH, Konfliktbearbeitung und und und… Rückblickend betrachtet war die Einheit „Ausblick“, also wie es für uns alle in den kommenden sechs Monaten weitergeht, sehr ironisch. Meine Mitbewohnerin und ich haben uns nach dem Seminar auf die Reise weiter Richtung Norden nach Subotica gemacht. Eine sehr sehr schöne Stadt übrigens! Eine Nacht haben wir dort verbracht, eine weitere sollte es werden und drei Tage in Novi Sad waren daraufhin auch noch auf unserem Entdeckerinnenplan.

Schon die Tage zuvor haben wir die Lage im Balkan wegen des Virus beobachtet. Langsam wurden auch in Brčko die Schulen geschlossen, das Auswärtige Amt hat Reisebestimmungen nach BiH nahezu täglich aktualisiert. Am 12.03. ruft unsere Mentorin dann an und möchte, dass wir noch am selben Tag nach Brčko zurückkommen, bevor die Grenze geschlossen wird. Problemlos hat die Rückreise geklappt, wir haben leider etwas Geld für unsere Unterkünfte verloren und den sonnigsten Tag seit Langem im Bus verbracht, aber wenigstens hatten wir keine Komplikationen an den Grenzen.

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Dritter Dreimonatsbericht Florian Herm

Es ist erhellend wie ich meinen Lebensraum entdecken kann, wenn ich mal aus einer anderen Perspektive schaue.

Seit schon ziemlich langer Zeit lebe ich jetzt schon in Dresden. Ich kenne die Straßen, die ich jeden Tag mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Öffi benutze. Aber genauso wie sie mir vertraut sind, genauso gibt es auch Stellen, die mir bisher noch unbekannt waren - besondere Ecken, von deren Existenz ich bis vor kurzem gar nichts wusste. Nicht, dass ich sie nicht gesehen hätte. Sie sind mir bloß nicht aufgefallen.

Ich denke, das liegt an der Art und Weise, wie ich beobachte und an meinem Erfahrungshintergrund, der bestimmt, was ich für wichtig halte. Hätte ich nicht das letzte Halbe Jahr in einem Permakulturprojekt wie in Boževce verbracht, wäre mir zum Beispiel die Gärtnerei zwei Straßen weiter gar nicht so sehr aufgefallen. Sicher, ich wusste, dass sie existiert. Aber sie interessierte mich nicht besonders, bevor ich nach ihr gesucht habe. Nach meiner Rückkehr aus dem Kosovo im März diesen Jahres fühlte ich mich dazu verleitet, nach Plätzen zum Gärtnern und vielleicht sogar etwas mit Bezug zur Permakultur in Dresden zu suchen. Anstatt mithilfe von Google-Standorten durchs World Wide Web zu stromern, habe ich mich erinnert, was ich einige Monate zuvor gesehen hatte.

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Volunteering with personal challenges - Suljo

My story called volunteering service in Halle begins last year in February, when I found out about volunteering service in Bosnia from my sending organization. Back then I liked the program itself, but I had an enormous fear which didn’t let me to assign on a program. That fear was a bad knowledge about English and a German language.
“How to communicate” constantly was passing through my head and it would be very hard for me how to live.
I have talked about everything with my families and friends and then decided to assign in which application I hinted that it's a perfect way for me to learn German language.
Many would say it was a crazy thing to do, but after a year I found myself in a very beautiful city called Halle in which I will continue with my German course level A2 and there is no more fear about not knowing language. I came in Halle on 27 September when I actively start with my volunteering program.
You remember my story with fear of not knowing language? In the end that affected highly my participant in this volunteering service and because of my other references they actually accepted me. Then my POA saw as a great chance for me to learn foreign languages.

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Another adventure in Germany - Juliane

As a volunteer in a German school last year, I decided to stay in Germany for another year. The European Voluntary Service was the best opportunity that came to my mind. It was the perfect outcome after my first volunteering experience though I needed a bit of time to switch from a great experience  to a very different adventure. 

I arrived in Halle last September, after a very long journey by train, with my big and heavy suitcase, and on the first days I already knew I would appreciate this city. If anybody asks me about culture shock, I won’t be able to answer what surprised me most the first time I came to Germany about 5 years ago. I know there are differences but they are not shocking me any longer, so I forgot them. And now I feel the culture shock when I come back to my home country, France, therefore I feel now a bit more German than French.

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In Halle, expatriates from the Balkans don’t want to go home

 While the Covid-19 spread seems controlled by the Balkan countries, their nationals settled in Halle, in Germany, prefer to stay in their host country. The healthcare system is to blame, they say, underfunded and a victim of corruption.

Facing the coronavirus epidemic, the Balkan countries barricade themselves. As soon as mid-March, Albania, Montenegro, North Macedonia, Kosovo, Serbia and Bosnia-Herzegovina, which are still waiting to be included inside the EU, have put in place drastic confinement measures. "People who are older than 65 are not allowed to leave their homes, except three hours during the week", explains Bojana, from Bosnia and employed by Friedenskreis in Halle, in East Germany. The rest of the population isn’t allowed to leave from 5 pm to 5 am. If they dare to return, nationals settled abroad must be put into isolation : “The police is waiting for you at the airport and sends you to the dormitory”, says Armend, 24 years old, who comes from Kosovo and takes care of Europan volunteers in Halle.

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Welcome in Halle, the German New York - Louis

 When I got into this quiet provincial town, between Leipzig and Berlin, I didn’t expect I’d actually be surrounded by so many foreigners, with so different backgrounds. Neither did I expect we’d be so similar, in a lot of ways.

A friend of mine once told me a joke about going into a foreign land. “How do you know if someone is considered an immigrant or an expatriate ?” I don’t know, I replied, how ? “You’re an immigrant if, when you tell where you come from, no one asks any question. And you’re an expatriate if, when you tell where you come from, people ask : why did you come here ?”

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