Ukraine - Hilfe

 

Friedenspolitische Informationen und Aktionen zum Krieg in der Ukraine

Das Agieren der russischen Regierung, der Krieg in der Ukraine und die Ankündigung von 100 Milliarden Euro an Sondervermögen für die Bundeswehr haben eine intensive friedenspolitische Debatte ausgelöst. Auch wir als Friedenskreis Halle e.V. werden uns mit eigenen Postionen, Veranstaltungen und Aktionen beteiligen.

Mehr dazu laufend auf unseren Kanälen der Öffentlichkeitsarbeit: WebseiteTwitterInstagram und Facebook.

Zur Information über Diskussionsbeiträge und Aktivitäten anderer Friedensorganisationen empfehlen wir:

 

 

 

 

Newsletter 2022 erschienen

Der Juni- Newsletter des Friedenskreises ist erschienen und kann hier gelesen werden.

Neue Räume in der Kleinen Ulrichstraße

Der Friedenskreis Halle hat im Mai zusätzliche Räume in der Kleinen Ulrichstraße 3 bezogen. Das ehemaligen Ladengeschäft in der Innenstadt bietet die Möglichkeit der  niedrigschwelligen Erreichbarkeit und öffentlichen Präsenz. Die Projekte „Teilhabe für (H)alle und Engagiert für Frieden und Entwicklung haben jetzt hier ihre Büros. Perspektivisch werden wir, nach noch nötigen Renovierungen, dort auch einen Raum für keiner Veranstaltungen und Besprechungen nutzen können.

Mitgliederversammlung, OE-Abschluss und Feier

Am Samstag, den 11. Juni haben wir eine Dreifach-Veranstaltung:

ab 12 Uhr Gemeinsames Mittagessen
13-16.30 Uhr Mitgliederversammlung des Friedenskreis Halle e.V.
ab 17 Uhr Feierlicher OE-Abschluss (Organisationsentwicklungsprozess)
ab 19 Uhr Party

Ort: Villa Lewin

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Stellenausschreibung: lokale*r Konfliktbearbeiter*in / Prozessbegleiter*in für ein Projekt des Kommunalen Konfliktmanagements

Der Friedenskreis Halle e.V. entstand in Folge der friedlichen Revolution von 1989 aus verschiedenen Bürgerinitiativen. Die Leitwerte und Hauptthemen unserer Arbeit heute sind: aktive Gewaltfreiheit, konstruktive sowie zivile Konfliktbearbeitung, gelebte Demokratie, transkulturelle Vielfalt und globale Gerechtigkeit.
Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ werden aktuell in 15 Kommunen modellhaft Projekte zum Kommunale Konfliktmanagement (KoKoMa)
begonnen. Grundlegende Informationen dazu gibt es von der begleitenden Stiftung SPI.

Für die beispielhafte Bearbeitung eines lokalen Konflikts und den Aufbau nachhaltiger Strukturen wird in der Stadt Halle (Saale) beim Friedenskreis Halle e.V. in Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerschaft für Demokratie „Hallianz“ eine Projektstelle eingerichtet.
Für diese Aufgabe suchen wir eine*n lokale*n Konfliktbearbeiter*in/Prozessbegleiter*in mit einem Stellenumfang von 75% (30 Stunden/Woche) und  Arbeitsbeginn spätestens zum 01.07.2022, zunächst befristet bis 31.12.2023, Verlängerung ist angestrebt.

Aufgabenschwerpunkte:
• Koordination, Begleitung und Umsetzung der lokalen Konfliktbearbeitung in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und der externen Programmbegleitung
• Erstellung von Konfliktanalysen sowie Entwicklung von Handlungskonzepten und Qualitätsstandards
• Umsetzung von Maßnahmen und Methoden zur Bearbeitung von Konflikten
• Durchführung und Moderation von Arbeitskreisen, Fachveranstaltungen, Dialog- und Gesprächsrunden sowie Organisation von Weiterbildungen
• kontinuierliche Abstimmung, Projekt- und Netzwerkarbeit mit Stadtverwaltung, Kommunalpolitik Politik und Zivilgesellschaft in der Region
• konfliktsensible Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation der Aktivitäten und Ergebnisse des Projekts
• Teilnahme und Mitwirkung an z.T. überregionalen Vernetzungstreffen, kollegialer Beratung, Supervision und Weiterbildung


Voraussetzungen:
• (Fach-)Hochschulabschluss, bevorzugt im Bereich der Sozialen Arbeit, Politik- und Sozialwissenschaften
• fachliche Kenntnisse und Erfahrungen in der Förderung von Demokratiekompetenzen, Partizipationsprozessen und bürgerschaftlichem Engagement
• fachliche Kompetenzen und praktische Erfahrungen im Bereich ziviler Konfliktbearbeitung / Mediation / Konfliktmoderation
• Erfahrungen in Netzwerk-, Gremien-und Strukturarbeit sowie in der Zusammenarbeit mit kommunaler Verwaltungsstruktur und Zivilgesellschaft
• Kompetenzen in Projektmanagement und -verwaltung sowie Nachweisführung
• ausgeprägte soziale und kommunikative Kompetenzen, Konfliktkompetenzen, Fähigkeit zur Multiperspektivität, kulturelle und diskriminierungsbezogene  Sensibilität, Kreativität, Organisationsvermögen, strategisches Denken
• Identifikation mit den Leitwerten und Zielen des Friedenskreis Halle e.V.
• Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten (z.T. abends und am Wochenende)

Wir bieten:
• Mitgestaltung eines zukunftsorientierten Modellprojekts der Konfliktbearbeitung
• Erweiterung des persönlichen Netzwerks und der fachlichen Kompetenzen
• Mitarbeit in einem etablierten und gleichzeitig dynamischen Verein mit ausgeprägter ideeller Orientierung
• Zusammenarbeit in einem fast 30-köpfigen, diverser werdenden Team, welches von Engagement, Offenheit, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung  bestimmt ist
• Teilnahme an Fortbildungen, Supervision und Organisationsentwicklung im Rahmen das Projekts und Trägers. Möglichkeit der Freistellung für individuelle
Weiterbildung.
• Bezahlung nach solidarischem Einheitsgehalt in Orientierung am TVöD

Wir streben mehr Diversität in unserem Team an. Deshalb ermutigen wir Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Hintergründen und Erfahrungen, sich bei uns zu bewerben. Wir freuen uns beispielsweise besonders über Bewerbungen von älteren Menschen, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit nichtdeutscher Erstsprache und Menschen mit queeren Identitäten.
Unsere Geschäftsräume sind aktuell z.T. nur über Treppen erreichbar. Unsere Arbeitssprache ist Deutsch, zunehmend auch Englisch. Wir bemühen uns um
diskriminierungsarme sowie einfache Sprache.
Teilen Sie uns gerne die Namen, Pronomen und Anredewünsche mit, mit denen Sie angesprochen werden wollen. Diese werden von uns unabhängig davon respektiert, ob diese mit Angaben in offiziellen Dokumenten übereinstimmen.

Bewerbungen mit Motivationsschreiben und Lebenslauf bitte bis spätestens 31.05.2022 per E-Mail an:
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Rückfragen gern an dieselbe Adresse.
Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich am 3.6.2022 statt.

Newsletter April 2022 „Herausfordernde Zeiten im Friedenskreis Halle" ist erschienen

Er kann hier online angesehen werden.

Stellungnahme der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung zum Demokratiefördergesetz

Der Friedenskreis Halle war aktiv an der Erstellung der Stellungnahme der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung zum Diskussionspapier der Bundesministerien für ein Demokratiefördergesetz beteiligt.

Darin begrüßen wir ausdrücklich, dass die seit langem notwendige gesetzliche Regelung zur Gestaltung demokratischen Zusammenlebens und zur nachhaltigen Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements für Demokratie nun umgesetzt wird.

In der fachlichen Stellungnahme plädiert die Plattform ausdrücklich für die Aufnahme der Konfliktbearbeitung in den gesetzlichen Rahmen und gibt weitere konkrete Empfehlungen ab: https://pzkb.de/wp-content/uploads/2022/03/Stellungnahme-PZKB_Diskussionspapier-fu%CC%88r-ein-Demokratiefo%CC%88rdergesetz.pdf

Friedenskonzert für Betroffene von Krieg, Gewalt und Klimakrise



 

Am Samstag, den 02.04.2022 um 19.00 Uhr findet in der Briccius-Kirche Halle-Trotha, Pfarrstr. 1A ein Friedenskonzert als Benefiz für Betroffene von Krieg, Gewalt und Klimakrise mit Songs, Klassik und Weltmusik statt.

Bei diesem (als Reihe angedachten) 1.  Friedenskonzert wird Geld für die von Friedenskreis Halle e.V. unterstützen Projekte in der Ukraine gesammelt. Eine Initiative von Ina Friebe (Musikerin & Musikpädagogin) und der St. Briccius-Gemeinde Halle / Saae 

Es spielen und singen: "Speak easys" Peter Pohl & Ramon Zarges (Singer / Songwriter), Adrian Zendeh (Weltmusik), Eva-Maria Emmer & Ina Friebe (Liedermacherinnen) Annette Landgraf&Tim-Dietrich Mayer (Gesang und Orgel)
 

Mahnwachen gegen den Krieg: nicht aufhören, zu erinnern

Text von Wilhelm Ullrich (FSJ 2021/2022)

Seit mittlerweile über drei Wochen halten wir auf dem Markt von Halle täglich eine Mahnwache für den Frieden in der Ukraine ab. Und auch wenn ab nächster Woche nur noch zweimal die Woche hier sein werden, möchten wir weiter machen. Warum? Diese Frage wurde uns nicht selten gestellt.
Ich würde hier gerne mit einer Gegenfrage antworten. Wie oft pro Tag denken Sie an den Krieg in der Ukraine? Oft? Selten? Gar nicht? Am 24. Februar sind viele Menschen durch die Nachricht des Einmarsches entsetzt gewesen. Doch jetzt ist wieder Alltag eingekehrt. Die Nachrichten sind zur Tagesordnung geworden. Wenn ich bei der Mahnwache bin und Menschen vorbei gehen sehe, die einen Seitenblick auf die Schilder werfen und denken: „Stimmt, der Krieg herrscht ja immer noch”, dann weiß ich, warum ich dort stehe. Als Erinnerung. Dieser Krieg geht weiter. Und auch wenn wir das nicht jede wache Minute im Kopf behalten können, sollten wir nicht vergessen.

Ich stehe dort zur Erinnerung. Aber das ist nicht der einzige Grund. Gerade jetzt ist es wichtig einen sicheren Ort zu schaffen. Zum Nachdenken und Trauern. Und um mit Leuten über diese Themen zu sprechen. Gerade mit denen außerhalb des eigenen sozialen Umfeldes. Um sich auszutauschen. Über Politik und Persönliches. Über Ängste und Hoffnungen.
Wir stehen da, um Informationen zu geben. Sowohl für potenzielle Helfer als auch Hilfsbedürftige. Wir hoffen, dass wir helfen Verbindungen zu knüpfen. Und wir möchten damit weiter machen.

 

 

Vigils against war: why we won’t stop remembering

Text by Wilhelm Ullrich (FSJ 2021/2022)

For more than three weeks we have been organizing a vigil for peace in Ukraine on the marketplace of Halle. And while from next week onward we will only do this two days a week we will want to continue. But why? We were asked this question quite a few times.
I would want to answer in form of a question. How many times a day do you think about the war in Ukraine? Often? Rarely? Never? The 24th of February was shocking for many people. But now, routine has returned to our everyday lives. When I am at the vigil and I see someone walk by, looking at us and thinking: “The war is still going on, huh?” then I am reminded of why I am there. As a reminder. this War is still going. And while we can not think of it every waking minute, we should not forget.


I am standing there as a reminder. But that is not all. In these times it is important to establish a save space. To think and grief. And to talk. Talk with others about politics and personal matters. Especially with those outside of your circle. To share your voice. To speak about your fears and hopes.
We are here to offer information to those who need help and those who want to provide it. We hope that we can assist in making connections. And we want to continue doing this.

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