Halle (Saale), Stand: 26.03.2020

COVID 19 / Corona

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Language Support on the phone/Telefonische Sprachmittlung: 
SISA
0345 21389399

Aktuelle Informationen zu neuen Regelungen und Entwicklungen in Halle (Sachsen-Anhalt)
Informationen zum Kontaktverbot:
قيود الخروج من المنزل في ولاية ساكسونيا – انهالت "مدة الصلاحية: حوالي أسبوعين
ما هو مسموح و ما هو ممنوع
Exit restrictions in Saxony-Anhalt – period of validity – not less than two weeks as of 23.03.2020

Organiczenie kontaktόw w Saksonii-Anhalt – okres obowiązywania – conajmniej dwa tygodnie od 23.03.2020
Restricții de ieșire în Saxonia -Anhalt Durata - cel puțin două săptămâni din 23.03.2020 : Ce este permis și ce este interzis
Комендантский час в Саксонии-Анхальт Срок действия - не менее двух недель Что можно и что нельзя

AK Internationales MLU


Corona Direct Support Halle/Saale
what's this for?
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قاعة كورونا للدعم المباشر
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Stellenausschreibung: Projektkoordinator*in im Projekt „Teilhabe für (H)alle“

Der Friedenskreis Halle e.V. entstand in Folge der friedlichen Revolution von 1989 aus verschiedenen Bürgerinitiativen. Im Friedenskreis arbeiten heute Menschen unterschiedlichen Alters, Nationalität, Weltanschauung und Religion haupt- und ehrenamtlich zusammen. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist die aktive Gestaltung einer Welt des partnerschaftlichen, gerechten und gewaltfreien Zusammenlebens in Vielfalt. Der Verein engagiert sich im In- und Ausland in den Bereichen: Friedenspolitik, Friedensbildung und Friedensdienste.

Das Projekt „Teilhabe für (H)alle?! Förderung von jungen Menschen mit Migrationsoder Fluchthintergrund und deren Familie“ arbeitet sozialraumübergreifend im
gesamten Stadtbereich von Halle. Es hat zum Ziel junge Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund zu fördern, sie in bestehende Bildungs- und Freizeitangebote für Jugendliche einzubinden und Inklusion und Teilhabe zu stärken. Dies findet sowohl über direkte Angebote für diese Zielgruppe als auch über Unterstützungsformate für Fachkräfte aus der Jugendarbeit statt. Für die ausgeschriebene Stelle liegt der Schwerpunkt auf Vernetzung und Fortbildung von Fachkräften.

Zum 15. Mai 2020 suchen wir eine*n Projektleiter*in im Projekt „Teilhabe für (H)alle?!“ mit 20h/ Woche befristet bis voraussichtlich zum 31.12.2020 als Elternzeitvertretung.

Aufgabenschwerpunkte:

• Koordination, Organisation und fachliche Leitung des Projektes gemeinsam mit zwei Kolleg*innen
• Anleitung von und Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen sowie professionellen Trainer*innen
• Konzeption und Organisation von Fortbildungen und Austauschformaten für Fachkräfte
• Erhebung von Bedarfen der Zielgruppe und konzeptionelle Weiterentwicklung des Projektes
• Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Trägern der Jugendarbeit sowie ­Migrant*innenselbstorganisationen in Halle
• Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt
• Mitarbeit bei der Konzeption und Umsetzung von Bildungs- oder Beteiligungsformaten für junge Menschen mit Migrationshintergrund
• Projektverwaltung und -administration

Wir suchen eine Person mit:

• (Sozial-)pädagogischer oder anderer geisteswissenschaftlicher Ausbildung
• Erfahrungen in der Jugend- und/oder Bildungsarbeit
• Kenntnisse über Lebensrealitäten und gesellschaftliche Herausforderungen von Migrant*innen
• fachliches Wissen und Erfahrungen im Umgang mit (Alltags-)Rassismus sowie Diversitykompetenz und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit eigenen
Positionierungen und bestehenden Machtverhältnissen
• möglichst Kenntnisse in der Fördermittelakquise, -verwaltung und -abrechnung
• Kompetenzen und Erfahrungen im Projektmanagement und in der Teamarbeit
• Identifikation mit den Leitthemen und -zielen des FK
• Konfliktfähigkeit und transkulturelle Kompetenzen
• Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten und Dienstreisen


Wir bieten:

• Eine anspruchsvolle, vielseitige und verantwortungsvolle Tätigkeit
• Arbeit in einem neuen Projekt mit vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten
• Zusammenarbeit in einem von Engagement und gegenseitiger Wertschätzung geprägten Team des Projektträgers
• Teilnahme an Fortbildungen, Supervision und Teamentwicklung
• Bezahlung nach solidarischem Einheitsgehalt in Anlehnung an TVöD SuE

Bei der Besetzung von Stellen wünschen wir uns Mitarbeiter*innen unterschiedlicher gesellschaftlicher Positionierungen. Speziell für diese Stelle suchen wir
Bewerber*innen mit eigenem Migrationshintergrund und/oder People of Color um gut Bezüge zur Zielgruppe herstellen zu können.

Wir freuen uns ebenfalls über Bewerbungen von Menschen mit Behinderung. Leider sind unsere Räume bisher noch nicht barrierefrei. Wir bemühen uns individuelle Lösungen zu finden.

Bewerbungen bitte bis zum 15.04.2020 per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Aktuelle Informationen aus der Geschäftsstelle des Friedenskreis Halle e.V.

Aktuelles aus dem Friedenskreis

(english below)

Im Friedenskreis Halle e.V. geht die Arbeit zum Teil trotz Coronavirus weiter. Wir haben bestimmte Vorkehrungen getroffen, die es ermöglichen, dass unsere Geschäfttsstelle weiterhin vorerst während der Bürozeiten von Montag bis Freitag, 10–15:00 Uhr, per Telefon und Mail erreichbar ist.

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben wir geplante Veranstaltungen der Projekte abgesagt und werden sie nach Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Die Arbeit in der Beratungsstelle tumult vor Ort, sowie Schulprojektarbeit wurden vorerst eingestellt.

In den nächsten Tagen und Wochen werden wir immer wieder versuchen, Informationen zu verbreiten, wie ihr weiterhin lokal aktiv und solidarisch sein könnt.
Eine gute Möglichkeit schon jetzt an empfehlenswerte Podcasts, Leseempfehlungen, Online-Veranstaltungen u.w.m. zu kommen, sind die #BildungswochenZuHausehttp://www.bildungswochen.de

Außerdem wird es zeitnah eine Übersicht zu mehrsprachigen Informationen zur SARS-CoV-2-Pandemie auf unserer Webseite geben.
Wir wünschen allen alles Gute!

[Updates from Friedenskreis]

In Friedenskreis Halle e.V., work continues despite the Corona Virus. We have taken certain precautions to allow our office to be available by phone and Mail from Monday to Friday, 10 am–3pm.

In order to slow the spread of the virus we had to cancel events, but will try to set them up later. The work in the advice center Tumult as well as in the schools have been stopped for the moment.

Over the next few days and weeks we will keep trying to spread information about how you can be active locally and in solidarity. You can find podcasts, reading recommendations, online events and so much more in the #BildungswochenZuHause → http://www.bildungswochen.de

Soon, there will be multilingual information on the SARS-CoV-2 pandemic on our website.

We wish you the best!

 

Fashion Revolution Week 2020 in Halle abgesagt

 

Leider hat sich das Orga-Team der Fashion Revolution Week 2020, zu dem auch wir als Friedenskreis gehören, aufgrund der aktuellen Situation rund um Corona dazu entschließen müssen, von einer Großveranstaltung im April abzusehen. Selbst wenn bis dahin hoffentlich wieder etwas Normalität eingekehrt sein mag, machen uns gegebene Einschränkungen und Ungewissheiten die Planung aktuell schwer.

Daher ist die Fashion Revolution Week in Halle hiermit abgesagt.

Auch wenn wir diese Entscheidung schmerzlich treffen mussten, sind wir davon überzeugt, dass die Gesundheit aller unserer Mitmenschen vorgeht.

Mögen wir aufeinander Rücksicht nehmen und uns gegenseitig unterstützen!

Dennoch bleiben wir natürlich unserer Mission treu und sehen zuversichtlich in die Zukunft . Wir hoffen, die Fashion Revolution Week zu einem späteren Zeitpunkt in Halle nachholen zu können.

Diese Meldung gilt ausschließlich für das geplante Programm in Halle an der Saale!

Solidarität mit den Betroffenen von Hanau / Solidarity with the affected of Hanau

Redebeitrag zur Kundgebung am 20.02.2020 in Halle (Saale)
Speech during the demonstration in Halle on 20th of February at Halle (Saale)

(English below)
Als Friedenskreis Halle e.V. möchten wir uns auf die Seite der Betroffenen in Hanau stellen.

Darüber hinaus: Als Migrantinnen möchten wir uns für alle Betroffenen laut machen. Wir sind ­erschüttert und fühlen uns zutiefst betroffen von dem Terroranschlag in Hanau, nicht zuletzt ­wegen der Ähnlichkeit mit dem Anschlag in Halle vor nur vier Monaten. Und wir sind empört.

Alltäglich begegnen Migrant*innen und denjenigen, die als solche wahrgenommen werden, Rassismus und Diskriminierungen. Jetzt muss man auch noch um das eigene Leben fürchten?! ­Rassis­tische Anfeindungen sind salonfähig geworden. Durch die aktuelle politische Lage im Land und die Ereignisse der näheren Vergangenheit sind wir über den Anschlag in Hanau leider nicht ­überrascht. Wir können es nicht nachvollziehen, wieso Menschen zu extremen Gewalttaten und ­sogar zum Vernichten von Menschenleben bereit sind?! Wir wissen aber auch, dass diese Minderheitenfeindlichkeit nicht nur Halle, Hanau oder Deutschland betrifft. Es handelt sich um ein globales Phänomen, das uns große Sorgen um die Menschheit ­macht! Wir sprechen uns laut dafür aus, Hass und Hetze gegen jegliche Art von Minderheiten, Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antifeminismus und Antisemitismus und, und, und NICHT zu ­tolerieren. Wir werden nicht schweigen. Wir müssen uns versichern, dass niemand aufgrund von hassbegründeten Ideologien verfolgt wird oder sterben muss. Und wir dürfen die Betroffenen nicht vergessen. Aber: Blumen, Beileid, nette Worte von Politiker*innen und auch Demos sind leider nicht genug.

Wir richten uns an Euch, liebe Anwesenden:
Wir brauchen eine klare Benennung und Ablehnung von diskriminierenden Ideologien auf allen Ebenen der Gesellschaft, damit es gar nicht zu solchen gewaltsamen Taten kommt. Aber bis dahin brauchen wir wohl mehr Sicherheit* für Synagogen und Moscheen und andere Orte, die dem Weltbild der Terroristen nicht passen: Zum Beispiel Shishabars oder aber auch der Hallenser ­Marktplatz. Wie traurig ist das eigentlich?? Was haben wir aus dem Terroranschlag in Halle gelernt? Und was haben wir desbezüglich getan?

Menschen in Hanau: Wir stehen in Worten und Taten bei allen Betroffenen und rufen zu ­solidarischem Miteinander auf.

* Dabei geht es uns um eine Grundsicherheit vor rechter Gewalt, die nicht durch Überwachungskameras und mehr
bewaffnete Menschen im öffentlichen Raum geleistet werden kann. Wir müssen endlich beginnen, rassistische
Anschläge ernst zu nehmen und gesellschaftliche Strukturen erneuern.

English version

We as Friedenskreis Halle e.V. would like to stand by the affected in Hanau.

Moreover: As migrants we would like to raise our voice for the affected. We are shocked and feel affected ourselves, too. Especially because of the similarity with the terror attack in Halle (which was 4 months ago). And we are outraged.

Every day migrants and all those perceived as such face racism and discrimination. And now we must also be terrified of being targeted next! Due to the political situation now and the recent tragic events we are unfortunately not surprised about the terrorist attack in Hanau. It is impossible for us to understand how people can be capable of such violent acts and even to destroy human life? We also know that the hate towards minorities is not an issue only in Halle and Germany but a global problem that makes us very terrified! We speak loudly against tolerating all kinds of hatred against minorities, against right-wing ideologies, racism, hatred towards Islam, anti-feminism, antisemitism and and… We will no longer stay quiet. We must assure that no one gets targeted and even murdered because of a hate-based ideology. And we must not forget those affected. However: Flowers, condolences and nice fake words from politicians and even protests are not enough.

Dear people, we are adressing YOU: We need to point out and clearly oppose discriminatory ideologies in the society so that it cannot come to this kind of violence. But until reaching this goal, we need more security* for synagoges and mosques and also for all places that do not fit into the worldview of the terrorists: for example shishabars and even the marketplace of Halle! Isn‘t that just pathetic??
Haven‘t we learnt anything from the terror attack in Halle? What have we done in respect?

People in Hanau: We stand by your side in words and deeds and call out for a common solidarity with each other!

* We‘re demanding basic security threatened by right-wing violence. This can‘t be solved by setting up monitoring cameras or having more armed people in public areas. We have to finally start taking racist attacks seriously and transform the structures of our society.

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Vorstandskandidat*innen gesucht

Auf unserer nächsten Mitgliederversamlung im Mai wählen wir wieder einen Vorstand. Wenn Ihr/Sie Lust auf diese Form des Engagements habt, meldet Euch/melden Sie sich gern auch im Vorfeld schon bei Johannes Hatnik, Valentin Michaelis und Albrecht Brandt aus dem aktuellen Vorstand (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder kommt zum Schnuppern bei einer der nächsten Sitzungen vorbei. Wir freuen uns aufgrund der aktuellen Geschlechterverteilung besonders über kandidierende Frauen*.

Langer Tag der Stadtnatur findet in Halle am o5. bis 07.06. statt.

Vom 5.6. bis 7.6.2020 findet zum ersten Mal ein "Langer Tag der Stadtnatur" in Halle statt. Er wird von Akteuren aus Naturschutz, Wissenschaft und Umweltbildung organisiert, vom Umweltbildungsteam des Peissnitzhauses und dem Friedenskreis Halle e.V. koordiniert und vom Land Sachsen-Anhalt sowie der Heidehofstiftung finanziert.

Der Lange Tag will durch seinen erlebnisbetonten Charakter und seine einzigartigen Angebote ein breites Publikum erreichen und den Gedanken des Naturschutzes, der biologischen Vielfalt und der Nachhaltigkeit fördern. Die BesucherInnen sollen angeregt werden, sich selbst für die Natur einzusetzen und aktiv zu werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Der Friedenskreis Halle e.V. als Mitglied von Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage verbreiten hier eine Pressemitteilung von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage

 

Pressemitteilung – 23. Januar 2020 –

Morddrohung gegen Bundestagsabgeordneten Dr. Karamba Diaby (SPD)

Mittwochabend (22.01.) ist bei Halle gegen Rechts per Mail eine Morddrohung gegen den Bundestagsabgeordneten Dr. Karamba Diaby (SPD) eingegangen. Unterzeichnet wurde die Drohung, die auch an das Büro des Politikers sowie mehrere Medien versandt wurde, mit „Die Musiker des Staatsstreichorchesters“. Erst vor wenigen Tagen wurde auf das Büro des Abgeordneten in Halle (Saale) geschossen.

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Der Friedenskreis Halle e.V. als Mitglied von Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage verbreiten hier eine PM zum Anschlag auf das Büro von Dr. Karamba Diaby.

Pressemitteilung – 15. Januar 2020 –

Anschlag auf das Wahlkreisbüro von Dr. Karamba Diaby

In der Nacht zu Mittwoch wurde nach Berichten des Bundestagsabgeordneten Dr. Karamba Diaby (SPD) ein Anschlag auf sein Wahlkreisbüro in Halle (Saale) verübt. Mitarbeiter stellten fünf Einschüsse in den Scheiben des Büros fest. Das Bündnis stellt sich hinter den Abgeordneten, der sich auch seit Jahren gegen gegen Rassismus und die extreme Rechte engagiert.

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Kontinuierliche Friedensarbeit braucht ein gutes Fundament!
– wir brauchen Deine/Ihre Unterstützung!

Liebe Freund_innen,

in den letzten Monaten haben uns drei Nachrichten in unserem Engagement erschüttert.
Am 9. Oktober wurden zwei Menschen, die zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort waren,
ermordet. Weitere wurden verletzt. Sie waren Opfer eines antisemitischen, rassistischen und
menschenverachtenden Anschlags hier in Halle. Die Jom Kippur-Feier der jüdischen Gemeinde als
erstes Ziel des Anschlags ist nur knapp einem schrecklichen Blutbad entkommen. Zweites Ziel
wurde ein Döner Imbiss. Für uns ein deutliches und schmerzhaftes Zeichen, dass in unserer
Gesellschaft etwas schief läuft.
Einige Tage später erreichte uns die Nachricht des Bundesprogramm „Demokratie leben“: 2020
sollen von 400 Modellprojekten nur noch 100 gefördert werden. Gerade das Förderprogramm,
welches Demokratie stärken, Rassismus und Antisemitismus bekämpfen soll, wird nicht ausgebaut
– sondern zu Lasten zivilgesellschaftlicher Projekte umstrukturiert. Die Folge für uns: Zwei
unserer erfolgreichen Projekte, „Gewaltfrei streiten“ und „Film ab – Mut an“, können nicht
weitergeführt werden. In diesen haben wir Konfikte im Stadtteil bearbeitet, Menschen
unterschiedlicher Hintergründe in Kontakt gebracht und junge Menschen in Handlungsstrategien
zum Umgang mit Diskriminierung gestärkt. Die dabei entstandenen Kurzflme dokumentieren
beeindruckend: von solchen Projekten braucht es mehr und nicht weniger!
Die dritte Nachricht: Nach Attac wurde auch der Kampagnenplattform campact, und vor wenigen
Tagen nun auch der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes die Gemeinnützigkeit mit der
Begründung des zu großen politischen Engagements abgesprochen. Für die Arbeit von Vereinen
sind diese Entscheidungen der Finanzämter fatal – sie bedrohen die Existenz. Darüber hinaus
senden Sie die Botschaft, dass politisches Engagement und ein öfentliches Positionieren zu
gesellschaftlich zentralen Themen nicht dem Wohle der Gemeinschaft dient und staatlich nicht
unterstützt wird.
Der Anschlag in Halle, die Umstrukturierungen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ und
die Aberkennung der Gemeinnützigkeit von NGOs haben uns betrofen gemacht, die
Auseinandersetzung damit Kraft gekostet und Fragen aufgeworfen. Rassismus, Antisemitismus,
Antifeminismus und Menschenfeindlichkeit, autoritäres Denken und Diskriminierung sind keine
neuen Phänomene, sondern Teil unserer Gesellschaft – öfentliche und mediale Diskurse und der
Einzug der AfD in die Landtage und Stadträte zeigen erschreckend, wie weit diese aktuell
salonfähig und wirkmächtig geworden sind. Die oft zu hörenden Bekundungen der Bedeutung der
Zivilgesellschaft und des Bürger*innenengagements für den Zusammenhalt unseres Landes und
die gleichzeitige Realität der bürokratischen und politischen Einengung der Unabhängigkeit von
Vereinen und Initiativen nehmen wir als zunehmenden Widerspruch wahr.
Für uns bedeuten die aktuellen Entwicklungen auch, dass unser politisches Engagement, unsere
Bildungs- und Friedensarbeit aktuell dringend notwendig sind. Die Kürzungen der
Modellprojekte wirken sich jedoch im gleichen Moment massiv auf unseren Haushalt für 2020
aus – dieser weist nach aktuellem Planungsstand ein Defzit von 25.000€ auf.
Deshalb sind wir auf Deinen/Ihren Rückhalt angewiesen!
Werde Fördermitglied/Werden Sie Fördermitglied – Unterstütze Sie/Du uns mit einer Spende für
unsere Arbeit 2020! Bzw. für die Mitglieder: Erhöhe deine Mitgliedsbeitrag oder gib mit einer
zusätzlichen Spende unserer Arbeit 2020 ein gutes Fundament. An dieser Stelle schon mal jetzt
einen Dank für alle bisher schon geleistete Unterstützung.

Mit herzlichen Grüßen,

Marina Schulz und Christof Starke
(Geschäftsführungs-Team)

P.S.: Dem Friedenskreis Halle e.V. droht kein Einzug der Gemeinnützigkeit. Mit unserer Bildungsund
Jugendarbeit erfüllen wir über die politische Arbeit hinaus gemeinnützige Sitzungszwecke.
Deine/Ihre Spende und Mitgliedsbeitrag ist und bleibt also steuerlich absetzbar!

HALLIANZ Jugendjury 2020 - Jetzt etwas verändern!

Ab sofort können sich junge Menschen von 14 - 27 Jahren bei der HALLIANZ Jugendjury 2020 bewerben. Die Jugendjury ist ein Team junger Freiwilliger, die sich in Halle (Saale) für eine offene Gesellschaft, ein friedliches Miteinander und mehr Jugendbeteiligung stark machen.


Die Jugendjury verwaltet zum Beispiel den HALLIANZ Jugendfonds, einem lokalen Fördertopf für Jugendliche. Hier können aktive Jugendliche, Initiativen, Schülerräte und Jugendvereine Geld für ein soziales Projekt bekommen. Neben der finanziellen Unterstützung begleitet die Jugendjury die Projektmacher*innen.

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