Modellprojekt „Film ab – Mut an! Systemisches Capacity Building gegen Alltagsrassismus“ (kurz „FilMut“)

Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ geht der Friedenskreis Halle e.V. zusammen mit Kooperationspartnern vom  1.4.2017 bis 31.12.2019 dieses neue Modellvorhaben zur Weiterentwicklung von methodischen und konzeptionellen  Ansätzen der Bildungsarbeit an.

Das Projekt arbeitet mit Jugendlichen/ jungen Erwachsenen und dem Ziel, ihre zivilcouragierte Handlungsfähigkeit zu stärken und eine Kultur des Einsetzens für die Menschenrechte zu untermauern. Dafür werden in einer Kombination aus offline und online Angeboten junge Menschen aktiv, um in Situationen ihrer Lebenswirklichkeit, wo sie mit Rassismus und Diskriminierung konfrontiert sind, gewaltfrei und konstruktiv einzugreifen bzw. die Opferrolle zu verlassen. Die Bereiche offline (klassische Bildungsformate) und online (Nutzung verschiedener Social Media Kanäle) werden so verzahnt, dass sich Synergieeffekte wie eine große Verbreitung der Thematik einstellen.

Junge Menschen bringen über die Schilderung eigener Erlebnisse konkrete Situationen und Handlungsideen ein und produzieren daraus in Kooperation mit Filmemachenden Kurzfilme. Diese werden im Serienformat auf YouTube veröffentlicht und über jugendrelevante Social Media Kanäle verbreitet. Die Filme wollen nicht belehren, sondern ermutigen und zur Mitwirkung anregen.

Das digitale Angebot wird durch Workshops, Beratungen und Diskussionsveranstaltungen erweitert und vertieft. Die in Halle ansässige Filmgruppe wird mit der Zeit mobil und bezieht ihre Rezipienten vor Ort mit ein. So werden eine Vielzahl von Lebensbereichen, Szenen und Strukturen junger Menschen aufgegriffen (Schulformen, Ausbildungsstätten, Freizeitorte, Glaubensstätten, ländlicher Raum, Stadt, Migrationsgeschichte, …).

Das Projekt ist systemisch angelegt. Dafür werden Multiplikator*innen (Lehrkräfte, Sozialarbeiter*innen, Erzieher*innen, Politiker*innen, …) einbezogen und hinsichtlich der spezifischen Situation vor Ort beraten. Ziel ist, ihre personellen Kompetenzen zu stärken und die Strukturen hinsichtlich ihres antirassistischen Potentials zu überprüfen und eine Kultur des aktiven Handelns zu fördern.

Mit dem Projekt wird  innovativ und modellhaft erprobt, wie Alltagsrassismus durch Verzahnung von Jugendbildung mit Social-Media-Arbeit und Beratung von jugendrelevanten Strukturen verringert werden kann.


Kontakt für weitere Information und Mitwirkung:

Mine Röber, Projektkoordinatorin: roeber [at] friedenskreis-halle.de

Förderer:

 

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