PeaceMaker Tag 2017 in der Ev. Gemeinschaftsschule Erfurt

Der diesjährige PeaceMaker-Tag fand am 22. November in der Evangelischen Gemeinschaftsschule in Erfurt statt. Auch der Friedenskreis war wieder beteiligt sowohl in einigen Workshops, wie auch der Koordination gemeinsam mit dem Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland und der Evangelischen Schulstiftung. Darüber hinaus wurde der Tag finanziell mitgetragen vom „Anne Frank Fonds“, dem Evangelischen Schulwerk und der Ev. Schulstiftung.

Erstmalig gab es in diesem Jahr eine Gruppe von Schüler*innen, die den Tag als Redaktionsteam dokumentierte. Mit Kameras und Aufnahmegeräten ausgerüstet, machen sie sich auf, die vielen Facetten von „Peacemakern“ darzustellen. Im Folgenden kommen also die teilnehmenden Schüler_innen selbst zu Wort:

***** Stimmen aus dem Dokumentations-Team *****

185 Schüler hatten am heutigen Tag die Möglichkeit viel zu lernen, zum Beispiel über Kriegsgebiete. Aber der Höhepunkt lag auf dem Thema „Frieden“. Verschiedene Workshops sollten den Schülern außerdem Einblicke in andere Länder geben. Dass auch andere Kinder in demselben Alter, vielleicht keine Schule besuchen können oder sich jeden Nachmittag mit den Freunden Treffen können.

Einblicke in die Workshops

In der Fotowerkstatt von Sophie Faulstich wurde zum Beispiel von einer Frau berichtet, die einen Mann versteckte der vor Soldaten flüchtet.

In der Gruppe wurde am Anfang überlegt, wo man Fotos machen könnte, an Orten wo kein Krieg ist, aber trotzdem Krieg ist. Eine Idee: „Ich würde ein Stück Apfel auf den Boden legen und ein Foto von den kommenden Ameisen machen.“ „Warum gerade ein Stück Apfel? Bzw. auch Ameisen?“ Selma aus der 7. Klasse antwortet:“ Ameisen haben auch Hunger und kämpfen jeden Tag ums Überleben, nach einem Stück Apfel sind sie satt.“

Es wurde auch darüber gesprochen, anderen Leuten zu helfen obwohl man gar involviert ist. Sprich aktiv Helfen anstatt Passiv zuzuschauen. Wenn man nur zuschaut ohne zu helfen, macht man sich strafbar. „Helft euch gegenseitig! Euch kann es auch mal passieren und dann wünscht ihr euch auch Menschen die euch helfen!“

Eine andere Schülerin berichtet über den Workshop Medien und Krieg

Vorurteile kennt doch jeder oder? Und genau damit beschäftigt sich dieser Workshop. Der Workshopleiter Dany Schmidt versucht mit seiner Gruppe ins Gespräch zu kommen zu Themen wie „Was sind bedeutende Ereignisse für die Presse?“ aber auch „Welche Funktion hat die Sprache?“.

Die Teilnehmer versuchen außerdem noch herauszufinden wie Feindbilder durch Kriegsnachrichten entstehen und ob die Medien immer wirklich alles zeigen oder doch nur das was sie uns zeigen wollen. Insgesamt hat Dany Schmidt das Ziel, den Leuten aus seinem Workshop die Medienwelt näher zu bringen und es zu schaffen dass es weniger Vorurteile gibt.

Zum Beispiel Pauline (13) hatte sich erhofft, mehr über Kriegsgebiete in aller Welt zu erfahren. Durch den Workshop kann sie nun Nachrichten aus Konfliktregionen besser verstehen. Besonders beeindruckend fand sie ein Version des bekannten Spiels „Stille Post“. Am Ende wurden die Nachrichten aufgemalt und verglichen: es kamen sehr unterschiedliche Bilder der scheinbar gleichen Nachricht an. So ist es auch bei ausgewählten Bildern in den Nachrichten.

Ein Einblick in den Improvisationstheater-Workshop „Mut zum Scheitern“

Im dem Workshop von Steffen Wilhelm lernen die Teilnehmer spielerisch Konflikte gut zu lösen und zu improvisieren. Sie sollen erkennen das Konflikte nicht immer groß in der Welt sein müssen sondern auch ganz klein bei sich selbst sein können. Für jeden PeaceMaker-Teilnehmer wäre dieser Workshop sicherlich empfehlenswert da jeder Konflikte kennt und garantiert jeder noch etwas zu dem Thema Konfliktlösung dazu lernen kann.

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„Peacemaker-Tage“ gibt es nun schon seit mehreren Jahren. Die Idee ist, einen umfänglichen Impulstag zu Friedensbildung zu ermöglichen. Dazu werden authentische Erfahrungsberichte von weltweit agierenden Friedensstifter*innen weitergegeben, Schüler*innen diskutieren zu friedenspolitischen Themen und entwickeln Ideen für eigene Beiträge zu einem friedlicheren Miteinander. Anhand der Fülle der Themen und des Engagements, das an diesem Impulstag wieder sichtbar geworden ist, zeigt sich: Es gibt viele Wege, „Peacemaker“ zu sein.

Bewegender Abend mit Friedenspreisträger Junior Nzita

Am 22. November durften wir den Friedenspreisträger Junior Nzita in Halle zu einem Vortrags- und Gesprächsabend begrüßen. In persönlichen, bewegenden Geschichten berichtete er von seiner persönlichen Geschichte als Kindersoldat in der Demokratischen Republik Kongo, aber auch von seinem Weg aus der Gewaltspirale auszusteigen. Heute ist er UN-Sonderbotschafter für die Ächtung des Einsatzes von Kindern als Soldaten und leitet die Organisation "Paix pour l'enfance", die sich für Prävention und Reintegration von Kindersoldaten einsetzt. 

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Diskussionsfreude bei der Globale in Halle

Was haben die Themen Gentechnik und Nachhaltige Landwirtschaft mit dem Friedenskreis zu tun? Bei der Begleitung des Films "Code of Survival" am 13. November im Rahmen der Globale in Halle wurde dies sichtbar - wenn auch nicht unmittelbar. Denn der Film löste eine rege Diskussion bei den ca. 50 interessierten Zuschauern aus.

"Wir sollten Gentechnik differenzierter betrachten!", war ein lauter Ruf besonders aus agrarwissenschaftlichen Kreisen. "Als wissenschaftliche Methode - nicht als Geschäftsmodell - ist Gentechnik die moderne Form der Züchtung. Nur das man vorher weiß, welche Veränderung man in den Pflanzen hervorruft". Zu Unrecht stände die Gentechnik-Forschung am Pranger und der Film übersehe die Chance im Kampf gegen Unterernährung

Andererseits sei "Wissenschaft nie losgelöst von Machtstrukturen." Aktivistische Stimmen kritisierten die wirtschaftlichen Interessen der Gentechnik-Politik - sowohl in den USA als auch in Europa. Große Unternehmen nutzen Ihren Einfluss ohne Verantwortung für die ökologischen Folgen ihrer Wirtschaft zu tragen.

In Deutschland wirken auch auf Grund zivilgesellschaftlichem Engagements noch relativ restriktive Regelungen, die den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verhindert. Allerdings dürfen solche Pflanzen importiert und als Futtermittel verwendet werden, ohne dass dies auf daraus produzierten Lebensmittel speziell gekennzeichnet werden muss. Internationale Handelsabkommen könnten hier die Intransparenz sogar noch verstärken. 

Daniel Fischer, vom Friedenskreis eingeladen als Experte für Ansätze nachhaltiger Landwirtschaft, brachte daneben die Perspektive eines umfassenden landwirtschaftlichen Umdenkens ein. Er forscht zur Terra Preta, einer Humuserde, die in Indigenen Traditionen ihren Ursprung hat. Während der Film vor allem biodynamische Landwirtschaft als Alternative darstellt und sich auf größtenteils westlich initiierte Entwicklungsprojekte beschränkt, zeigte Daniel Fischer darüber hinaus unterschiedlichen Formen der Kreislaufwirtschaft auf.

Daraus entsprang dir Frage: „Wer spricht für wen, in Fragen der Nachhaltigkeit?“ - ist ein gentechnisch veränderter Reis, der einen Großteil menschlich benötigter Nährstoffe enthält wirklich ein Schlüssel zu gutem Leben für alle? Welche Stimmen im lokalen Widerstand, z.B. gegen Landraub, werden im Film nicht gezeigt?

Und nun: was hat all dies nun mit Frieden zu tun? Im Friedenskreis begreifen wir Frieden als einen Prozess der aktiven Gewaltfreiheit, der konstruktiven und zivilen Konfliktbearbeitung, als gelebte Demokratie, transkultureller Vielfalt und globaler Gerechtigkeit. Diese Themen durchziehen unser Leben im Querschnitt, sei es in Fragen unserer Ernährung oder unserer Diskussionskultur. In der Moderation der Diskussion im Luchs.Kino wurden all diese Elemente sichtbar und im Ausdruck der unterschiedlichen Positionen wurde deutlich: hier beginnt Transformation.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für diesen spannenden Lernprozess!

 

Rund 700 Menschen verbinden die Botschaften der USA und Nordkoreas

Bunte Menschenkette für Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot


Mit einer ein Kilometer langen Menschenkette zwischen den Botschaften der USA und Nordkoreas haben rund 700 Menschen heute in Berlin ein Zeichen gegen atomare Aufrüstung und die Gefahr eines Atomkrieges gesetzt. Dabei haben als Donald Trump und Kim Jong-un verkleidete Friedensaktivisten zwei nachgebaute Atombomben in Originalgröße die Strecke entlang geschoben. Mit der Aktion verbindet ein breites Bündnis von Friedens-, Umwelt- und Entwicklungshilfeorganisationen die Forderung an die künftige Bundesregierung, dem UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen beizutreten und die US-Atombomben aus Deutschland abzuziehen.

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 Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ kritisiert fortgeführte Waffenexporte an Kriegsland Saudi-Arabien massiv

 

Aufschrei-Kampagne fordert Festschreibung eines Rüstungsexportkontrollgesetzes

 

Mit Nachdruck fordert die Kampagnensprecherin Christine Hoffmann: „Jetzt gilt es  ein Rüstungsexportkontroll-gesetz ins Regierungsprogramm zu schreiben.  Es geht hier um die Umsetzung des Waffenproduktions- und Waffenhandelsvorbehalts  in Artikel 26 Absatz 2, dem Friedensparagraphen des Grundgesetzes. So ein neues Gesetz sollte  zum Beispiel den Export von Kleinwaffen und Munition und die Lizenzvergabe für ganze Waffenfabriken oder das dazugehörige Know-how verbieten.“

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Danke für 43.408 Unterschriften – Starkes Zeichen an Jamaika für Abzug der Atomwaffen

Liebe Freundinnen und Freunde,

gestern haben wir unsere Petition „Taten statt leerer Worte: Abrüstung statt Aufrüstung der Atomwaffen!" an Cem Özdemir und Agnieszka Brugger von den Grünen überreicht, damit die Forderung nach Abzug der Atomwaffen aus Büchel in den laufenden Sondierungsgespräche Gehör findet. Leider konnten oder wollten sich CDU/ CSU und FDP keine Zeit für die Übergabe nehmen. Insgesamt wurden 43.408 Unterschriften übergeben. Ein starkes Zeichen!

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Abrüsten statt Aufrüsten!

 

Ein außergewöhnlicher, der Not gehorchender Aufruf wurde am 6.11.2017 veröffentlicht: vier Gewerkschaftsvorsitzenden, neben einem Nobelpreisträger, führende Vertreterinnen und Vertreter der Friedens- und Umweltbewegung, neben bekannten Künstlerinnen und Künstlern, kritische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, sowie Engagierte aus den Bewegungen für Nachhaltigkeit und eine gerechte Welt wenden sich an die Öffentlichkeit mit dem Appell „abrüsten statt aufrüsten“. Die Unterzeichnenden fordern von der (neuen) Bundesregierung: „Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben – Abrüsten ist das Gebot der Stunde“. 

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Vortrag und Diskussion
Für eine Kindheit in Frieden / Paix pour l’enfance

22. November, 19:30 Uhr / alte Jugendherberge / August-Bebel-Str. 48a, Halle

Halle (Saale), 14.11.2017 - Am Mittwoch den  22. November 2017 um 19.30 Uhr lädt der Friedenskreis Halle e.V. und die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Bericht des Friedenspreisträgers Junior Nzita über Kindersoldaten im Kongo ein.

Vortrag des Friedenspreisträgers Junior Nzita

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Der Friedenskreis e.V. Halle wünscht der DVG-VK alles gute zum 125.!


Am 9. November 1892 wurde in Berlin von den späteren Friedensnobelpreisträgern Bertha von Suttner und Alfred Hermann Fried die „Deutsche Friedensgesellschaft“ gegründet. *125 Jahre später sind wir aktiver denn je – denn die Zeit verlangt es leider:* In Syrien herrscht noch immer Krieg, die Bundeswehr ist in Mali und anderswo im
Einsatz, Donald Trump und Kim Jong-un drohen sich gegenseitig mit einem Atomschlag und zwischen der NATO und Russland beginnt ein neues Wettrüsten. Wir sind dazu aktiv, machen Vorschläge für eine zivile Lösung des Syrien-Kriegs und anderer Konflikte, organisieren Proteste gegen Bundeswehr-Einsätze, haben mitgeholfen, bei den Vereinten Nationen
einen weltweiten Atomwaffenverbotsvertrag zu beschließen (bei dem die Atommächte und auch die Bundesregierung ihre Unterschrift aber noch verweigern), und versuchen, Rüstungsexporte zu stoppen. Für eine friedlichere Welt braucht es eine starke Friedensbewegung – und eine starke, kreative und aktive DFG-VK! *Zum Geburtstag wünschen wir als
alter Verband uns, dass junge Menschen ihre friedenspolitischen Vorstellungen bei uns umsetzen!*

Spendenlinks: - https://www.dfg-vk.de/spenden
- https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=863ZLJGDHM2RJ

Es war mal wieder soweit , das FK-Wochenende wurde gemeinsam zelebriert.

Am Freitag den 20.10. bis Sonntag den 22.10.2017 fand das Friedenskreis-Wochenende, in der Villa Jühling in Halle statt. Dieses stand unter dem Thema „FREIRÄUME_schaffen, gestalten, nutzen“ und regte uns als Teilnehmer_innen dazu an das Wochenende frei und eigen zu gestalten.

Eingeladen waren alle Mitarbeiter_innen, Mitglieder mit ihren Familien, Freiwillige und ehemalige Freiwillige des Friedenskreises. Erstmals waren auch alle Internationalen Freiwilligen aus den Balkanstaaten und Ruanda mit dabei. Um 16.00 Uhr wurde der Open Space durch die Moderation von unserer Geschäftsstellen-Mitarbeiterin Franziska und der ehemaligen internationalen Freiwilligen Samra eröffnet und alle im Raum hatten die Möglichkeit ein Angebot/ Workshop anzubieten oder ihre Themen und Ideen zu teilen und teilzunehmen.

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