Abzug statt Umzug! Keine Verlegung der Bundeswehr nach Jordanien

Kampagne „MACHT FRIEDEN“ fordert Ende des deutschen Syrieneinsatzes

 

 Berlin/Bonn. – Anlässlich der Kabinettsentscheidung vom 07.06., die Bundeswehr aus dem türkischen Incirlik abzuziehen und stattdessen nach Jordanien zu verlegen, fordert die Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ einen völligen Abzug der deutschen Soldat*innen aus der Region.

„Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, das Bundeswehrmandat für Syrien noch einmal grundsätzlich in Frage zu stellen“, erklärt Susanne Grabenhorst, Co-Sprecherin der Kampagne. „Wie sinnvoll ist ein Militäreinsatz gegen Terrorismus – oder ist er vielmehr kontraproduktiv? Bombenangriffe, insbesondere wenn sie zivile Opfer fordern, liefern weiter Argumente für die Rekrutierung von Kämpfern und Attentätern. Deutschland sollte stattdessen eine konstruktive Rolle spielen und sich für Verhandlungen und einen gerechten Frieden einsetzen,“ so Grabenhorst.

Der Umzug der deutschen Truppen nach Jordanien wird die geplanten jährlichen Kosten für den Bundeswehreinsatz in Höhe von 134 Millionen Euro noch einmal deutlich ansteigen lassen. Geld, das in Ziviler Konfliktbearbeitung und Humanitärer Hilfe für die Menschen in Syrien und in den angrenzenden Flüchtlingslagern deutlich besser investiert wäre.

Mit einer Petition und einer Postkartenaktion wollen die Aktivist*innen der Kampagne die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dazu bewegen, den Bundeswehreinsatz in Syrien zu beenden und die Mittel für Zivile Konfliktbearbeitung und Humanitäre Hilfe deutlich zu erhöhen. Die Petition startete im April 2017 und kann sowohl online als auch offline unterzeichnet werden. Die Unterschriften werden Vertreter*innen des Bundestages vor der Abstimmung über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes Ende des Jahres übergeben.

Die Petition „NEIN zum Bundeswehreinsatz in Syrien – JA zu zivilen Lösungen!“ ist hier online abrufbar: https://www.friedenskooperative.de/petition/nein-zum-bundeswehreinsatz-in-syrien

Informationen zur Postkartenaktion zur Bundestagswahl 2017 gibt es hier:
http://www.macht-frieden.de/aktiv-werden/postkartenaktion-2017

Die Forderungen der Kampagne sowie konkrete Vorschläge für zivile Lösungsansätze im Syrienkonflikt finden Sie unter:
http://www.macht-frieden.de/sites/default/files/inline-files/MACHT%20FRIEDEN_Forderungspapier_Maerz_2017.pdf

Die Kampagne "MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien" wird von 25 Organisationen und Gruppen der deutschen Friedensbewegung getragen, darunter die IPPNW, die DFG-VK, das Netzwerk Friedenskooperative, der Versöhnungsbund und pax christi. Mehr Informationen über die Kampagne und die beteiligten Trägerorganisationen:
www.macht-frieden.de

Eine Kampagne der APS

Ziel der Kampagne ist, möglichst viele Direktkandidat*innen der anstehenden Bundestagswahl zu einer Stellungnahme über den angehängten Fragebogen zu bewegen. "Sie müssen damit konfrontiert werden, was wirklich ansteht inder nächsten Legislaturperiode (im Unterschied zu dem, was sie uns jetzt alles versprechen und vormachen und worüber sie sich streiten). Es muss in der Öffentlichkeit in allen Wahlkreisen darüber gesprochen werden. Die Wählerinnen und Wähler sollen erfahren können, wen sie überhaupt wählen können.", so Michael Held, Sprecher der Arbeits- und Koordinierungsstelle PRAKTISCHE SCHRITTE für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, Bad Hersfeld.

Den gesamten „Fahrplan für den nächsten Bundestag“ könnt ihr hier ansehen und herunterladen.

G20-Proteste

Hier der Aufruf der *NaturwissenschaftlerInnen-Initiative* -Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit e.V. (NatWiss) zur Beteiligung an den Protesten gegen den G20-Gipfel vom 05. bis 08. Juli in Hamburg.

Anhänge:
DateiBeschreibungDateigröße
Diese Datei herunterladen (Rundbrief-G20-Friedensbewegung-mL.PDF)Rundbrief-G20-Friedensbewegung-mL.PDF 357 KB

Jahresbericht 2015 / 2016

Unser Jahresrückblick ist in neuer Form fertiggestellt.
Für den Überblick, die Zusammenfassung der letzten Entwicklungen und ein jeweiliges Schwerpunktthema gibt es ab jetzt einmal im Jahr den gedruckten Bericht.
Mit Stolz auf das Geleistete und die gelungene Präsentation dessen, freuen wir uns, heute den Jahresbericht über die Arbeit des Friedenskreis Halle e.V. in den Jahren 2015 und 2016 (zur Premiere als Doppelbericht) verbreiten zu können.
Als Schwerpunktthema haben wir für die erste Ausgabe „Aktiv im Friedenskreis“ gewählt. Denn ohne die Mitwirkung von Mitgliedern, Ehrenamtlichen und Kooperationspartner*innen wäre der Bericht nur halb gefüllt.
Uns ist noch einmal sehr deutlich geworden: Die Formen des Engagements im Friedenskreis sind sehr unterschiedlich, doch für uns unerlässlich.

Anhänge:
DateiBeschreibungDateigröße
Diese Datei herunterladen (Jahresbericht_2015-2016_web.pdf)Jahresbericht_2015-2016_web.pdf 4616 KB

Projekt "Weltentausch" sucht Teilnehmer*innen


Wir suchen junge Menschen (16-27 Jahre) mit und ohne Fluchterfahrung, die gemeinsam ein Spiel zu den Themen Flucht und Asyl in Deutschland entwickeln und herstellen. Wir wollen "Welten" tauschen, d.h. wir beschäftigen uns intensiv mit den Alltagswelten von Asylsuchenden und erarbeiten unterschiedliche Perspektiven auf das Thema. Erfahrene Spieldesigner*innen werden dabei methodische und fachliche Hilfestellung bieten.

Das fertige Spiel wird ab 2018 in der politischen Bildungsarbeit eingesetzt.

Beteiligte junge Menschen und andere Interessent*innen werden die Möglichkeit erhalten sich als Workshopteamer*innen ausbilden zu lassen und das Spiel eigenständig durchzuführen.

Weiterlesen ...

Kreativ im Konflikt geht in die achte Runde - es gibt noch einzelne Restplätze

 

...noch bis zum 31.07. läuft das Anmeldeverfahren zur theaterpädagogischen Fortbildung in gewaltfreier Konfliktbearbeitung. Die Fortbildung findet auf jeden Fall statt und es gibt noch einige wenige Restplätze.

 

Weitere Infos zur Fortbildung finden Sie hier:

http://www.friedenskreis-halle.de/bildungsprogramm/kreativ-im-konflikt.html

 

Ihre Rückfragen beantwortet Daniel Brandhoff per Mail oder telefonisch bzw. stellt er den Kontakt zum Team her.


Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder
Telefon: 0345 / 27 98 07 58 (Mo-Fr 10-15 Uhr)

Neue Modellprojekte gestartet!

Seit dem 01.05.2017 arbeiten wir gefördert vom Innovationsfonds des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in zwei neuen Modellprojekten.
Im Modellprojekt "Kannste mal schnell übersetzen - hier gibt's schon wieder Stress!?" geht es darum, mehrsprachige Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken und ihre sprachlichen und interkulturellen Potentiale im (Schul-)Alltag aktiv einzusetzen. In Workshops und Projektwochen sollen die Jugendlichen empowert und zu Sprachmittler*innen und Streitschlichter*innen ausgebildet werden. Derzeit gehen wir mit Konzeptentwicklung und Kooperationspartner*innensuche die ersten Schritte. Bei Fragen zum Projekt wendet euch gern an Franziska Blath (franziska.blath [at] friedenskreis-halle.de). 


Im Modellprojekt ‚Weltentausch‘ entwickeln wir gemeinsam mit jungen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung (16-27 Jahre) ein interaktives Lernspiel zur Situation von Asylsuchenden in Deutschland. Das Annehmen der Rolle einer*s Geflüchteten  ermöglicht es, einen Perspektivwechsel vorzunehmen, die eigene Lebenssituation kritisch zu hinterfragen und fördert die Empathie gegenüber anderen. Ein erster Kennenlern-Workshop findet am 01.07.2017 statt.  Darauf folgt Projektwoche 1, vom 14. - 16. Juli 2017, in der sich die Teilnehmer*innen kritisch und kreativ mit dem Asylsystem auseinander-setzen. Gemeinsam erarbeiten wir verschiedene Perspektiven auf das Thema und tauschen unterschiedliche Erfahrungen aus. In Projektwoche 2, vom 02. - 04. August 2017, entwickeln wir gemeinsam eigene Spiele, die die Themen aus Projektwoche 1 aufgreifen, und stellen diese her. Das fertige Lernspiel wird ab 2018  in der politischen Bildungsarbeit eingesetzt. Aktuell befinden wir uns auf Teilnehmer*innen suche. Bei Interesse und Rückfragen meldet euch gerne bei Julia Wenger (julia.wenger [at] friedenskreis-halle.de)

UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEIT DES MONATS:
  1x leidenschaftlich für Frieden streiten

Das kannst du bei verschiedensten Gelegenheiten tun: mindestens 1x leidenschaftlich für Frieden streiten. Denn wenn wir Gewalt überwinden wollen, braucht es – neben guten Argumenten – auch unser Herzblut. Besonders im Hinblick auf die Bundestagswahl. Wie soll das gehen?

1. Such dir eine Fragestellung oder einen Wert, der dir besonders wichtig ist. Die Leitwerte des Friedenskreises und aktuelle politische Themen (z.B. Rechtspopulismus, Abschiebungen, Waffenexporte, Militäreinsätze, Ursachen/Überwindung von Terrorismus) geben dir Anregungen.

2. Nimm dir konkret vor, darüber in den Austausch zu kommen – sei es als ruhiger Dialog, flammende Rede oder konstruktive Diskussion. Wo? Wann?

3. Streite für Frieden. Und wenn du magst: Schreibe uns, wie es war!

 

Neues Modellprojekt gestartet!


Seit dem 01.05.2017 arbeiten wir im Modellprojekt "Kannste mal schnell übersetzen - hier gibt's schon wieder Stress!?" daran, mehrsprachige Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken und ihre sprachlichen und interkulturellen Potentiale im (Schul-)Alltag aktiv einzusetzen. In Workshops und Projektwochen sollen die Jugendlichen empowert und zu Sprachmittler*innen und Streitschlichter*innen ausgebildet werden. Derzeit gehen wir mit Konzeptentwicklung und Kooperationspartner*innensuche die ersten Schritte.

Gefördert wird das Modellprojekt aus dem Innovationsfonds des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ).

Vor 12 Jahren verbrannte Oury Jalloh aus Sierra Leone in einer dessauer Gefängniszelle. Die Umstände, unter denen er starb, sind bis heute nicht geklärt und die Aktivist*innen, die sich mit dem Fall befassen, erdulden bis heute schwere Repressionen. Der Tod von Oury Jalloh ist kein Einzelfall. Tagtäglich werden People of Color benachteiligt, wird ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschwert oder unmöglich gemacht, sind sie behördlicher Willkür ausgesetzt und wird ihnen das Grundrecht auf Chancengleichheit verwehrt. Diese Ungleichbehandlung durch staatliche Stellen hat einen Namen: institutioneller Rassismus.

Weiterlesen ...

Ein radikaler und konsequenter Aufruf für den Frieden

Das „Magdeburger Friedensmanifest“ ist eine generelle Absage an Gewalt, ohne Wenn und Aber. Es ist ein Aufruf zur aktiven Gewaltlosigkeit. Und es ist ein Signal auch an die evangelische Kirche, ebenso aber auch an alle Kirchen, Jesus auf seinem Weg des Gewaltverzichts in allen Lebensbereichen nachzufolgen und an einer zukünftigen Friedensordnung mitzuwirken.

Weiterlesen ...

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen