Fortbildung für MultiplikatorInnen des Globalen Lernens in Sachsen-Anhalt

Friedensbildung – eine (andere) Perspektive auf Globales Lernen!?

Was sind Ansätze und Themen der Friedensbildung? Und wie können diese Globales Lernen bereichern? Wir stellen euch theoretische und methodische Grundlagen der zivilen Konfliktbearbeitung vor und bieten Raum für Reflexion und Erweiterung der eigenen Ansätze und Haltungen aus dem Bereich des Globalen Lernens. Was bietet die Friedensbildung im Umgang mit Globalisierungsherausforderungen an? Einige Überschneidungen bestehen schon lange, einige Potentiale entfalten sich mit dem Blick auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen. Hier können Ansätze der Friedensbildung den Methodenkoffer sinnvoll füllen.

Wir freuen uns auf euch und eure vielfältigen Erfahrungen und Ideen!

Referentinnen: Katharina Hemming und Annalena Groppe, Eine-Welt-Regionalpromotorinnen für die Bereiche Friedensbildung und Globales Lernen.


Wann: Donnerstag, 08.03.2018, 9:30 – 16:30

Wo: Ehemalige Jugendherberge, August-Bebel-Straße 48a, 06108 Halle


TN-Beitrag: 20 € inclusive vegetarischem Mittagessen und Pausenkaffee


Anmeldung:

Ulrike Eichstädt, Regionalstelle Globales Lernen beim Friedenskreis Halle e.V.,

Große Klausstraße 11, 06108 Halle

Tel. 0345 27980759

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Den Teilnehmerbeitrag bitte nach Bestätigung der Anmeldung unsererseits auf folgendes Konto überweisen:


Friedenskreis Halle e.V.

IBAN DE 22 8005 3762 0386 300 981

BIC: NOLADE21HAL

Stichwort: FortbildungFriedensbildung 8.3. 2018

Harald Hellstern an die Sondierenden für die Außenpolitik

Stoppt den Waffenhandel!

Die pax christi-Kommission Rüstungsexport forderte die Beteiligten in den Sondierungsgesprächen, die sich mit der Außenpolitik befassen sowie die Parteivorsitzenden von CDU, SPD und CSU auf,  sich für eine neue Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Deutschland und Europa einzusetzen.

Weiterlesen ...

Der Newsletter Dezember 2017 ist erschienen und kann hier gelesen werden.

 

ElKiS hat Deutschen Engagementpreis erhalten – und ist in Gefahr

Unser Projekt ElKiS - Eltern-Kita-Sprachmittler*innen wurde mit dem Deutschen Engagementpreis 2017 in der Kategorie "Chancen schaffen" ausgezeichnet. Die über 50 ehrenamtlichen Sprach- und Kulturmittler*innen bauen Brücken zwischen Erziehr*innen und Eltern, die wenig oder kein Deutsch sprechen. Mittlerweile werden etwa 30 Sprachen abgedeckt. Bei der Preisverleihung in Berlin lobte Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley die insgesamt sechs Preisträger als "wichtige Vorbilder für eine tolerante, gerechte und solidarische Gesellschaft".

Weiterlesen ...

Neues Projekt im Friedenskreis ab Januar 2018 - „Gewaltfrei streiten!“

Ab 1. Januar starten wir im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ mit dem neuen Projekt Gewaltfrei streiten zum Bereich Kommunale Konfliktbearbeitung. Am 4. Dezember gab es im Rahmen der Corax-Sendung „Regio-Talk“ ein Gespräch zu Konfliktbearbeitung in Halle und zu den Fragen und Themen, um die es in dem neuen Projekt gehen soll.

Das Gespräch könnt ihr euch hier anhören http://lokal.radiocorax.de/regiotalk-5-dezember-2017/

Pressemitteilung

Projekt aus Halle zur Sprachmittlung in Kitas mit dem Deutschen Engagementpreis 2017 ausgezeichnet – und gleichzeitig in Gefahr

Halle (Saale), 05.12.2017. Heute wurde der Deutsche Engagementpreis 2017 in feierlichem Rahmen in Berlin verliehen, darunter ein Projekt aus Halle. Der Friedenskreis Halle e.V. ist einer der sechs bundesweiten Preisträger*innen, die unter 685 Nominierten ausgewählt wurden. Ausgezeichnet wurde das Projekt ElKiS, bei dem sich über 50 ehrenamtliche Sprachmittler*innen für eine gelungene Kommunikation zwischen nicht-deutschsprachigen Eltern und Kitas einsetzen. Gleichzeitig ist nicht sicher, ob das preisgekrönten Projektes fortgeführt werden kann, da bislang Förderzusagen fehlen.

Mit dem Projekt ElKiS reagiert der Friedenskreis Halle e.V. auf das Problem, dass viele Kindergärten in Halle mit Mehrsprachigkeit konfrontiert sind, aber allein nicht ausreichend mit dieser Herausforderung umgehen können. „Gelungene Gespräche zwischen Erzieher*innen und Eltern stellen eine wichtige Grundlage für gute frühkindliche Bildung dar“, so Geschäftsführer Christof Starke. Deswegen hat der Verein das Projekt ElKiS – Eltern-Kita-Sprachmittler*innen ins Leben gerufen. Seit 2015 wurden über 50 ehrenamtlich arbeitende Dolmetscher*innen weitergebildet. Mit ihrem Einsatz versuchen sie, sprachliche und kulturelle Barrieren zu überwinden und somit Brücken zu bauen zwischen Erzieher*innen und Eltern, die kein oder wenig Deutsch sprechen. Mittlerweile können sie ca. 30 Sprachen abdecken.

Weiterlesen ...

Neues Papier zum Koreakonflikt

Koreakonflikt: Konfliktbearbeitung angesichts Feuer und Wut

Beim "Bund für soziale Verteidigung" ist ein neues Papier zum Koreakonflikt entstanden. Es befasst sich mit Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung und versucht, aus "friedenslogischer" Sicht zusammenzufassen, welche Ansätze es für eine Entspannung in diesem höchst gefährlichen Konflikt geben könnte. Es kann  hier heruntergeladen werden.

Neue Forderung der Initiative "MACHT FRIEDEN"

Kampagne „MACHT FRIEDEN.“ fordert kritische Debatte zum Bundeswehreinsatz in Syrien

Berlin/Bonn.  –  Anlässlich der gestrigen ersten Lesung des Antrags der Bundesregierung zur Verlängerung des Bundeswehrmandats für Syrien fordert die Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ eine kritische Debatte zum Bundeswehreinsatz. Die Kampagne warnt davor, die Entscheidung über die dreimonatige Verlängerung des Einsatzes zu bagatellisieren und verweist auf die vielschichtigen Probleme, die mit dem Mandat verbunden sind.

Weiterlesen ...

PeaceMaker Tag 2017 in der Ev. Gemeinschaftsschule Erfurt

Der diesjährige PeaceMaker-Tag fand am 22. November in der Evangelischen Gemeinschaftsschule in Erfurt statt. Auch der Friedenskreis war wieder beteiligt sowohl in einigen Workshops, wie auch der Koordination gemeinsam mit dem Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland und der Evangelischen Schulstiftung. Darüber hinaus wurde der Tag finanziell mitgetragen vom „Anne Frank Fonds“, dem Evangelischen Schulwerk und der Ev. Schulstiftung.

Erstmalig gab es in diesem Jahr eine Gruppe von Schüler*innen, die den Tag als Redaktionsteam dokumentierte. Mit Kameras und Aufnahmegeräten ausgerüstet, machen sie sich auf, die vielen Facetten von „Peacemakern“ darzustellen. Im Folgenden kommen also die teilnehmenden Schüler_innen selbst zu Wort:

***** Stimmen aus dem Dokumentations-Team *****

185 Schüler hatten am heutigen Tag die Möglichkeit viel zu lernen, zum Beispiel über Kriegsgebiete. Aber der Höhepunkt lag auf dem Thema „Frieden“. Verschiedene Workshops sollten den Schülern außerdem Einblicke in andere Länder geben. Dass auch andere Kinder in demselben Alter, vielleicht keine Schule besuchen können oder sich jeden Nachmittag mit den Freunden Treffen können.

Einblicke in die Workshops

In der Fotowerkstatt von Sophie Faulstich wurde zum Beispiel von einer Frau berichtet, die einen Mann versteckte der vor Soldaten flüchtet.

In der Gruppe wurde am Anfang überlegt, wo man Fotos machen könnte, an Orten wo kein Krieg ist, aber trotzdem Krieg ist. Eine Idee: „Ich würde ein Stück Apfel auf den Boden legen und ein Foto von den kommenden Ameisen machen.“ „Warum gerade ein Stück Apfel? Bzw. auch Ameisen?“ Selma aus der 7. Klasse antwortet:“ Ameisen haben auch Hunger und kämpfen jeden Tag ums Überleben, nach einem Stück Apfel sind sie satt.“

Es wurde auch darüber gesprochen, anderen Leuten zu helfen obwohl man gar involviert ist. Sprich aktiv Helfen anstatt Passiv zuzuschauen. Wenn man nur zuschaut ohne zu helfen, macht man sich strafbar. „Helft euch gegenseitig! Euch kann es auch mal passieren und dann wünscht ihr euch auch Menschen die euch helfen!“

Eine andere Schülerin berichtet über den Workshop Medien und Krieg

Vorurteile kennt doch jeder oder? Und genau damit beschäftigt sich dieser Workshop. Der Workshopleiter Dany Schmidt versucht mit seiner Gruppe ins Gespräch zu kommen zu Themen wie „Was sind bedeutende Ereignisse für die Presse?“ aber auch „Welche Funktion hat die Sprache?“.

Die Teilnehmer versuchen außerdem noch herauszufinden wie Feindbilder durch Kriegsnachrichten entstehen und ob die Medien immer wirklich alles zeigen oder doch nur das was sie uns zeigen wollen. Insgesamt hat Dany Schmidt das Ziel, den Leuten aus seinem Workshop die Medienwelt näher zu bringen und es zu schaffen dass es weniger Vorurteile gibt.

Zum Beispiel Pauline (13) hatte sich erhofft, mehr über Kriegsgebiete in aller Welt zu erfahren. Durch den Workshop kann sie nun Nachrichten aus Konfliktregionen besser verstehen. Besonders beeindruckend fand sie ein Version des bekannten Spiels „Stille Post“. Am Ende wurden die Nachrichten aufgemalt und verglichen: es kamen sehr unterschiedliche Bilder der scheinbar gleichen Nachricht an. So ist es auch bei ausgewählten Bildern in den Nachrichten.

Ein Einblick in den Improvisationstheater-Workshop „Mut zum Scheitern“

Im dem Workshop von Steffen Wilhelm lernen die Teilnehmer spielerisch Konflikte gut zu lösen und zu improvisieren. Sie sollen erkennen das Konflikte nicht immer groß in der Welt sein müssen sondern auch ganz klein bei sich selbst sein können. Für jeden PeaceMaker-Teilnehmer wäre dieser Workshop sicherlich empfehlenswert da jeder Konflikte kennt und garantiert jeder noch etwas zu dem Thema Konfliktlösung dazu lernen kann.

***************

„Peacemaker-Tage“ gibt es nun schon seit mehreren Jahren. Die Idee ist, einen umfänglichen Impulstag zu Friedensbildung zu ermöglichen. Dazu werden authentische Erfahrungsberichte von weltweit agierenden Friedensstifter*innen weitergegeben, Schüler*innen diskutieren zu friedenspolitischen Themen und entwickeln Ideen für eigene Beiträge zu einem friedlicheren Miteinander. Anhand der Fülle der Themen und des Engagements, das an diesem Impulstag wieder sichtbar geworden ist, zeigt sich: Es gibt viele Wege, „Peacemaker“ zu sein.

Bewegender Abend mit Friedenspreisträger Junior Nzita

Am 22. November durften wir den Friedenspreisträger Junior Nzita in Halle zu einem Vortrags- und Gesprächsabend begrüßen. In persönlichen, bewegenden Geschichten berichtete er von seiner persönlichen Geschichte als Kindersoldat in der Demokratischen Republik Kongo, aber auch von seinem Weg aus der Gewaltspirale auszusteigen. Heute ist er UN-Sonderbotschafter für die Ächtung des Einsatzes von Kindern als Soldaten und leitet die Organisation "Paix pour l'enfance", die sich für Prävention und Reintegration von Kindersoldaten einsetzt. 

Weiterlesen ...

Diskussionsfreude bei der Globale in Halle

Was haben die Themen Gentechnik und Nachhaltige Landwirtschaft mit dem Friedenskreis zu tun? Bei der Begleitung des Films "Code of Survival" am 13. November im Rahmen der Globale in Halle wurde dies sichtbar - wenn auch nicht unmittelbar. Denn der Film löste eine rege Diskussion bei den ca. 50 interessierten Zuschauern aus.

"Wir sollten Gentechnik differenzierter betrachten!", war ein lauter Ruf besonders aus agrarwissenschaftlichen Kreisen. "Als wissenschaftliche Methode - nicht als Geschäftsmodell - ist Gentechnik die moderne Form der Züchtung. Nur das man vorher weiß, welche Veränderung man in den Pflanzen hervorruft". Zu Unrecht stände die Gentechnik-Forschung am Pranger und der Film übersehe die Chance im Kampf gegen Unterernährung

Andererseits sei "Wissenschaft nie losgelöst von Machtstrukturen." Aktivistische Stimmen kritisierten die wirtschaftlichen Interessen der Gentechnik-Politik - sowohl in den USA als auch in Europa. Große Unternehmen nutzen Ihren Einfluss ohne Verantwortung für die ökologischen Folgen ihrer Wirtschaft zu tragen.

In Deutschland wirken auch auf Grund zivilgesellschaftlichem Engagements noch relativ restriktive Regelungen, die den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verhindert. Allerdings dürfen solche Pflanzen importiert und als Futtermittel verwendet werden, ohne dass dies auf daraus produzierten Lebensmittel speziell gekennzeichnet werden muss. Internationale Handelsabkommen könnten hier die Intransparenz sogar noch verstärken. 

Daniel Fischer, vom Friedenskreis eingeladen als Experte für Ansätze nachhaltiger Landwirtschaft, brachte daneben die Perspektive eines umfassenden landwirtschaftlichen Umdenkens ein. Er forscht zur Terra Preta, einer Humuserde, die in Indigenen Traditionen ihren Ursprung hat. Während der Film vor allem biodynamische Landwirtschaft als Alternative darstellt und sich auf größtenteils westlich initiierte Entwicklungsprojekte beschränkt, zeigte Daniel Fischer darüber hinaus unterschiedlichen Formen der Kreislaufwirtschaft auf.

Daraus entsprang dir Frage: „Wer spricht für wen, in Fragen der Nachhaltigkeit?“ - ist ein gentechnisch veränderter Reis, der einen Großteil menschlich benötigter Nährstoffe enthält wirklich ein Schlüssel zu gutem Leben für alle? Welche Stimmen im lokalen Widerstand, z.B. gegen Landraub, werden im Film nicht gezeigt?

Und nun: was hat all dies nun mit Frieden zu tun? Im Friedenskreis begreifen wir Frieden als einen Prozess der aktiven Gewaltfreiheit, der konstruktiven und zivilen Konfliktbearbeitung, als gelebte Demokratie, transkultureller Vielfalt und globaler Gerechtigkeit. Diese Themen durchziehen unser Leben im Querschnitt, sei es in Fragen unserer Ernährung oder unserer Diskussionskultur. In der Moderation der Diskussion im Luchs.Kino wurden all diese Elemente sichtbar und im Ausdruck der unterschiedlichen Positionen wurde deutlich: hier beginnt Transformation.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für diesen spannenden Lernprozess!

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen