Zum 17. Jahrestag des ZFD teilt das Konsortium Ziviler Friedensdienst mit:

Ziviler Friedensdienst - 17 Jahre für eine Welt ohne Gewalt

Erprobtes Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung weiter ausbauen!

Bonn, 17.11.2016. Am 22. November wird der Zivile
Friedensdienst 17 Jahre alt. 1999 reisten die ersten ZFD-Fachkräfte in das
ehemalige Jugoslawien, nach Guatemala, Rumänien, Simbabwe und in die
palästinensischen Gebiete aus, um die Menschen dort bei ihrer Friedensarbeit zu
unterstützen. Seitdem hat sich der ZFD zu einem Erfolgsmodell für Gewaltprävention
und Friedensförderung im Kontext der Entwicklungspolitik entwickelt. Er ist heute
das einzige explizit friedenspolitische Programm der Bundesregierung. In Zeiten
zunehmender Gewaltkonflikte in der Welt muss der ZFD dringend weiter ausgebaut
werden.

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Pressemitteilung der Kampagne vom 11.11.2016

"Bundeswehrmandat für Syrien verlängert – Grüne und Linke stimmen geschlossen dagegen – Kampagne zieht vorsichtig optimistische Bilanz"


 

Berlin/Bonn. – Die Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ verurteilt die Zustimmung der Bundestagsabgeordneten zur Verlängerung und Erweiterung des Syrienmandats der Bundeswehr. Dadurch wird Deutschland noch weiter in den Krieg in Syrien hineingezogen und der Konflikt zwischen der NATO und Russland weiter eskaliert. Trotz der mehrheitlichen Verabschiedung der Mandatsverlängerung zieht Ulrich Wohland, einer der Sprecher*innen der Kampagne, eine vorsichtig optimistische Bilanz. „Unser Ziel war, dass mehr Bundestagsabgeordnete als letztes Jahr gegen das Bundeswehrmandat stimmen – nun sind es sogar sechs weniger als 2015. Doch wenn man sich die Aufteilung der Stimmen genauer anschaut, gibt es Grund für einen vorsichtigen Optimismus," resümiert Wohland. „Fast alle Bundestagsabgeordneten aus der Regierungskoalition von CDU/CDU und SPD, die im letzten Jahr gegen das Mandat oder mit Enthaltung gestimmt hatten, blieben bei ihrem Votum. Und im Gegensatz zu 2015, als noch jeweils drei grüne Abgeordnete den Einsatz befürworteten bzw. sich enthielten, stimmte die Grüne Bundestagsfraktion in diesem Jahr geschlossen dagegen – wie auch wieder die Linke. Das ist ein Erfolg und macht uns Mut. In unseren Gesprächen mit Bundestagsabgeordneten unterschiedlicher Fraktionen wurde deutlich: Das noch immer überwiegende Ja zum Bundeswehreinsatz ist keineswegs zementiert. Viele Abgeordnete, die jetzt noch für das Bundeswehrmandat gestimmt haben, würden zivile Lösungen der militärischen Reaktion vorziehen. Das ist für die Kampagne und für die ganze Friedensbewegung Ansporn, die Möglichkeiten ziviler und gewaltfreier Konfliktbearbeitung in Syrien noch konkreter zu vermitteln und Politikerinnen und Politiker aller Parteien dafür zu gewinnen."

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Pressemitteilung vom 08.11.2016

„Stimmen Sie mit Nein. Setzen Sie Sich für zivile Lösungen in Syrien ein!“
Friedenskreis Halle e.V. fordert Bundestagsabgeordnete der Region Halle zu Friedensengagement auf

 

Am Donnerstag (10. November) entscheiden die Abgeordneten des Bundestags über die Verlängerung und Ausweitung des Bundeswehreinsatzes für Syrien. Unter dem Slogan „NEIN zum Bundeswehreinsatz – JA zu zivilen Lösungen für Syrien“ fordern bundesweit Friedensorganisationen ihre lokalen Abgeordneten auf, gegen den Bundeswehreinsatz zu stimmen und sich stattdessen für zivile Alternativen einzusetzen. Der Friedenskreis Halle e.V. hat sich heute mit einer Theateraktion an die regionalen Abgeordneten gewendet – gemeinsam mit Geflüchteten aus Syrien.

Die Beendigung des Mandates sei notwendig, um Raum für zivile Lösungen zu schaffen. „Wir wollen die Bundesrepublik als konsequente Friedensfördererin sehen – und nicht mehr als militärische Mitläuferin. Denn noch mehr militärische Gewalt in Syrien wirkt wie Brandbeschleuniger bei einem Wohnungsbrand. Wir sollten aber dazu beitragen, Gewalt einzudämmen! Deswegen fordern wir unsere Abgeordneten auf, als ersten Schritt am Donnerstag mit Nein zu stimmen“, erklärt Markus Wutzler vom Friedenskreis Halle e.V..

Der Bundeswehreinsatz in  Syrien und den Nachbarländern war nach den Anschlägen am 13.11.2015 in Paris binnen kürzester Zeit auf den Weg gebracht worden. Er gilt völkerrechtlich und strategisch als höchst umstritten. In den letzten Monaten wurde der Einsatz auch wegen diplomatischen Verstimmungen mit der Türkei und der sich dramatisch verschlimmernden Lage in Bezug auf Menschenrechte und Meinungsfreiheit in Frage gestellt. Verschiedenen Abgeordneten war wiederholt der Zugang zur involvierten Militärbasis Incirlik verweigert worden. „Es ist absurd, sich in dieser Lage noch stärker sicherheitspolitisch abhängig von Erdoğan zu machen“, so Markus Wutzler weiter. Der Bundeswehreinsatz sei weder ethisch legitim, völkerrechtlich überzeugend oder politisch-strategisch sinnvoll. Bei der Bundestagsabstimmung vor einem Jahr hatte die hallesche Abgeordnete Petra Sitte mit „Nein“ gestimmt, Karamba Diaby und Christoph Bergner mit „Ja“.

Die Aktivitäten des Friedenskreis Halle e.V. reihen sich in die bundesweite Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ ein, die von vielen Friedensorganisationen getragen wird. Diese Kampagne soll auch nach dem Bundestagsentscheid am Donnerstag weiter gehen. „Wir werden auch in Halle weiter gemeinsam mit Geflüchteten für eine Friedenspolitik streiten, die diesen Namen verdient“, kündigt Markus Wutzler an.

 

weitere Information zur Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“

Solidarität mit US-Deserteur André Shepherd

Einladung zu Asylverhandlung und anschließendem Pressegespräch


Am 16. November 2016 wird ab 13.30 Uhr vor dem Verwaltungsgericht in
München über das im November 2008 eingereichte Asylbegehren des
39-jährigen US-Deserteurs André Shepherd verhandelt.

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Aufruf von Halle gegen Rechts

Integration in der Schule droht in Sachsen-Anhalt zu scheitern 

Bündnis Halle gegen Rechts ruft Landesregierung und Landtag zum Handeln auf: Mit dem Streichen der Stellen für Sprachlehrkräfte wird falsches politisches Signal gesendet

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AGDF startet Veröffentlichungsreihe mit pazifistischen Impulsen zum Reformationsjubiläum

Reformation heute - Gewalt absagen und Frieden wagen

Das Reformationsjahr 2017 wird von der evangelischen Kirche in Deutschland groß gefeiert. Die evangelische „Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden“ (AGDF) möchte zu diesem Jubiläum einen Beitrag leisten und sich dabei kritisch mit der reformatorischen Geschichte auseinandersetzen, wobei der Fokus auf Gewalt und Gewaltfreiheit liegen soll. „Wir wollen der Frage nachgehen, wie wir es schaffen können, im Blick auf das Reformationsgedenken eine Kirche des gerechten Friedens zu werden und die Gewaltfreiheit zu stärken“, so Horst Scheffler, der AGDF-Vorsitzende.

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