Multiplikator_innen-Schulung zum Planspiel "Civil Powker"


Civil Powker - Ein systemisches Lernspiel zu zivilem Engagement in internationalen Konflikten
Multiplikator_innen-Schulung für Rückkehrer_innen aus dem ZFD und Menschen aus der Bildungsarbeit

Nachrichten über Krisen und Konflikte in der Welt hinterlassen oftmals ratlose Gesichter. Wie soll eine Gesellschaft auf Kriege reagieren? Die Ohnmacht führt in der Bevölkerung nicht selten zum Ruf nach der sog. internationalen Gemeinschaft, die mittels Militärschlägen den „Frieden sichern“ soll.
Das Planspiel Civil Powker eröffnet dagegen den Blick auf das breitgefächerte Handlungsrepertoire gesellschaftlicher Akteure und sensibilisiert für die zivilen Mittel der Krisenreaktion. Während des Planspiels reflektieren die Teilnehmenden die Interessen von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik, schlüpfen in ihre Rollen und legen gemeinsame Werte fest. Dann setzt sie ein ausbrechender Konflikt unter Zugzwang. In mehreren Spielphasen verhandeln sie innerhalb ihrer Gruppe und mit den anderen Akteuren ihre Reaktion auf den aktuellen Krisenverlauf.

Die Teilnehmenden lernen die Methode durch aktives Durchspielen kennen und reflektieren inhaltliche, methodisch-didaktische und organisatorische Anforderungen für die Umsetzung in ihrer eigenen Bildungsarbeit.
Weitere Informationen findet ihr unter www.civil-powker.de

Die Schulung findet vom 31.3. - 2.4.2017 im Tagungshaus des Gustav-Stresemann-Instituts in Bad Bevensen statt.

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Pressemitteilung

Bundesweites Netzwerk Friedensbildung gegründet – Erster regionaler Fachtag für 4. März in Halle/Saale angekündigt

Am 14. Januar 2017 hat sich in Frankfurt am Main das „Bundesweite Netzwerk Friedensbildung“ gegründet und eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. “Wir wollen die Friedensbildung in Deutschland fachlich und politisch stärken“, erklärte Ilka Hoffmann, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für die GründerInnen, „das ist bitter notwendig angesichts der weltweiten Kriege und Konflikte und nicht zuletzt angesichts der zunehmenden Präsenz der Bundeswehr im Bildungswesen.“
Das Gründungstreffen diente dem ersten Austausch über Aufgaben und konkrete Aktivitäten. „Die theoretische Überprüfung der Praxis der Friedensbildung und die praktische Umsetzung der Theorien von Friedensbildung sind zwei Beispiele für mögliche zukünftige Vorhaben des Netzwerks“, so Kai-Uwe Dosch, Vertreter des Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegenerInnen (DFG-VK).
Zuvor hatte Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann von der Katholischen Fachhochschule Aachen in seinem Vortrag über die „Förderung des Friedens in unfriedlichen Zeiten und Strukturen“ das Spannungsfeld von Praxis und wissenschaftlicher Fundierung analysiert. „Die praktische Friedenspädagogik läuft Gefahr, einige Dilemmata zu übersehen, wenn sie nicht auch theoretische Perspektiven im Blick hat“, sagte Frieters- Reermann und verwies etwa auf die Komplexität von Gewalt- und Konfliktdynamiken, von (interkulturellen) Lerngruppen und Lernprozessen.

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"Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten"

Buchpräsentation und Diskussion mit Jürgen Grässlin,
Autor von »Netzwerk des Todes« und »Schwarzbuch Waffenhandel!«

Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Auf Grund der Abschottungspolitik Europas haben  wenige von ihnen eine Chance, in europäischen Staaten Zuflucht zu finden. Tausende Menschen sind bisher beim Versuch ertrunken, Europa über das Mittelmeer zu erreichen.
Deutschland trägt massiv Mitverantwortung an der Massenflucht. Ganz legal - mit Genehmigung der Bundesregierung - rüstet die deutsche Waffenindustrie Scheindemokraten und Diktatoren hoch, stabilisieren deren Macht und verdienen am Geschäft mit Unterdrückung und Tod. Das Ergebnis ist augenscheinlich: Wir produzieren Flüchtlinge.


In seiner Präsentation und der anschließenden Diskussion wird Jürgen Grässlin, Sprecher der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ und Träger des „Aachener Friedenspreis“, diese Punkte aufgreifen.  Wie gelangen deutschen Waffen in Krisen- und Kriegsgebiete? Welche Unternehmen verdienen am Geschäft mit dem Tod? Was können wir tun, um unseren Teil zu einer friedlicheren und gerechteren Welt beizutragen?

 Der Eintritt ist frei.

Termin: 02. März 17; 19:00 Uhr
 Veranstaltungsort: Stadthaus, Marktplatz 2, Halle

neuer Flyer zum Workshop "Flucht und Asyl"

Der neu erschienene Flyer kann hier geladen werden.

 

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Jahresbericht 2016 der regionalstelle Globales Lernen, Region Halle

Der Projektbericht der Regionalstelle Globales Lernen, Region Halle für den Zeitraum 1.5.-31.12.2016 ist hier als .pdf (ca. 7 MB) erreichbar.

„Peacemaker-Tag 2016“ am Christlichen Gymnasium Jena

 

Am 16. November haben hatten etwa 280 Schüler*innen des Christlichen Gymnasiums Jena die Chance, sich umfassend mit Frieden auseinander zu setzen. Der „Peacemaker-Tag“ wartete mit 20 Workshops und Planspielen auf. Präsente Themen waren u.a. Frieden-Klimawandel-Postwachstum, Fluchtursachen, Auswirkung von Waffenexporten, Krieg und Frieden in den Medien sowie Umgang mit Alltagsrassismus. Abgerundet wurde das Projekt durch eine Improtheater-Performance, die Themen aus den Workshops aufgriff und kreativ verarbeitete.

„Peacemaker-Tage“ gibt es nun schon seit mehreren Jahren. Die Idee ist, einen umfänglichen Impulstag zu Friedensbildung zu ermöglichen. Dazu werden authentische Erfahrungsberichte von weltweit agierenden Friedensstifter*innen weitergegeben, Schüler*innen diskutieren zu friedenspolitischen Themen und entwickeln Ideen für eigene Beiträge zu einem friedlicheren Miteinander. Anhand der Fülle der Themen und des Engagements, das an diesem Impulstag wieder sichtbar geworden ist, zeigt sich: Es gibt viele Wege, „Peacemaker“ zu sein.

Wie bereits in den Vorjahren kam die Veranstaltung im Rahmen einer Kooperation zustande – dieses Jahr zwischen dem Friedenskreis Halle e.V., dem Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland und der Evangelischen Schulstiftung. Darüber hinaus wurde der Tag finanziell mitgetragen vom „Anne Frank Fonds“, dem Evangelischen Schulwerk und der Ev. Schulstiftung.

Einige der Beteiligen sind auch im Netzwerk Friedensbildung Mitteldeutschland organisiert, das an weiteren Stellen Friedensbildung vernetzt und stärken möchte. Am 4. März 2017 soll es beispielsweise den ersten regionalen Fachtag zu Friedensbildung geben. Die Gelegenheiten, Friedensbildung kennen zu lernen, reißen also nicht ab!

 

Im September fand ein Jugendaustausch in Ungarn unter dem Titel "Refugees in Europe: Awareness, Commitment, Try!" statt. Hier ein paar Eindrücke und Ergebnisse des Projekts:

 

 

R.E.A.C.T.!

Refugees in Europe, awareness, commitment, try!

roject owner: Talentum Foundation

The project lasted for 10 days.

It all started one year ago, when writers Susan Bannuscher and Beatrice Abbate spent their EVS voluntary service in Hungary. They experience the situation of the arrival of refugees and this leaded to the thought of making a project, an Erasmus+ youth exchange with the goal of making young people conscious about this topic.

The host organization was Talentum Foundation, the same organization, where Susan and Beatrice volunteered a year ago, whose main focus is to connect people with voluntary opportunities in their city and beyond.

In this project four countries were involved, and each country organization selected four participants to their representative. Calí from Italy, Asociación Egeria from Spain, Friedenskreis Halle e.V. from Germany and Talentum Foundation from Hungary.

The aims for the project were to increase the participants’ knowledge about the refugee situation, and also, to support a tolerant and respectful intercultural exchange among Europeans and refugees.

The activities done to fulfill these goals were very interesting and educational. There were various workshops such as Human invasion, which simulates the experience of immigrating to another society that is intolerant and rejectful. Also an organization visited us from Budapest (Menedék) and we held a conference with lots of firsthand knowledge about the topic. In addition, each country prepared a presentation about their political situation, immigration and asylum seeking.

That last activity was visiting an open refugee camp in Kiskunhalas, with 48 refugees, mostly men. There the group could learn the conditions and work being done by the administration of the camp, the social workers and some NGOs.

Overall this was a very enriching experience, an opportunity to share knowledge, learn empathy and awareness about human rights.

 

 

 

 

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