Erfolgreicher Start der ersten Workshopreihe im Projekt "Weltentausch"

 

 


Nach einem ersten Kennenlern-Workshop am 01.07.2017 startete das Projekt ‚Weltentausch‘ vom 14.-16.07. mit einer ersten Workshopreihe zum Thema Asyl. Eine bunte Gruppe junger Menschen (bis 27) mit und ohne Fluchterfahrung hat sich von Freitag bis Sonntag intensiv und kreativ mit dem Themen Flucht und Asyl in Deutschland auseinandergesetzt. Damit wurde der Grundstein gelegt für die Entwicklung eines Lernspiels zu den Themen Flucht und Asyl in Deutschland, welches bis Ende 2017 im Projekt ‚Weltentausch‘ des Friedenskreis Halle e.V. entstehen soll. Hierbei sollen die Teilnehmer*innen in die Rolle einer geflüchteten Person versetzt werden, die verschiedene Stationen im Asylalltag durchlaufen und erleben kann.

Los ging es am Freitag den 14.07 mit dem Thema Flucht. Gemeinsam wurde erarbeitet was Flucht von Migration unterscheidet, welche Fluchtgründe es gibt und welche wichtige Rolle diese in der Entscheidung über den Asylantrag spielen. Weiter ging es mit dem Ablauf des Asylverfahrens und den verschiedenen Schutzformen und Aufenthaltstiteln, sowie deren rechtlichen Konsequenzen.

Am Samstag den 15.07. wurden die Köpfe der Teilnehmer*innen am Vormittag weiter mit Fakten zu den Institutionen im Asylverfahren und deren Verbindungen gefüllt. Auch das Thema Diskriminierung und die unterschiedlichen Formen der Diskriminierung wurden intensiv behandelt und diskutiert.

Am Nachmittag konnte die Gruppe selbst aktiv werden und das vermittelte Wissen kreativ in Theaterszenen umsetzen. Mit der Methode des „Theaters der Unterdrückten“ (nach Augusto Boal) hat sich die Gruppe intensiv mit einzelnen Situationen der Diskriminierung und Unterdrückung innerhalb des Alltags von Asylsuchenden beschäftigt und diese szenisch dargestellt. Diese wurden unter Einbeziehung des Publikums immer wieder reflektiert, verändert und neu gespielt, bis eine Verbesserung der Situation erreicht werden konnte.

Im Fokus der ersten beiden Workshoptage stand die Vermittlung des Spannungsfeldes zwischen Gesetzen, alltäglicher Praxis und individuellen Wegen im Asylalltag.

Die ersten Schritte der Spielentwicklung wurden am Sonntag, den 16.07., gegangen. Zunächst wurden von der Gruppe relevante Themen, wie z.B. Bildung, Behörden, Diskriminierung oder Erstaufnahmeeinrichtung, identifiziert und die dazu gehörigen Personengruppen. In einem nächsten Schritt hat die Gruppe gemeinsam erste Stationen für das Lernspiel festgelegt und diese mit Inhalten gefüllt. Involvierte Personen, deren Beziehungen und mögliche Konflikte wurden ergänzt. Zum Schluss wurden mögliche Spielzugänge reflektiert und auch den Stationen zugewiesen.


Mit vielen offenen Fragen, Anregungen und Impulsen starten wir gemeinsam vom 02. - 04.08. in die nächste Workshopreihe zum Thema ‚Spieldesign‘. Hier werden erfahrene Spieldesigner*innen den Prozess der Spielentwicklung begleiten und gemeinsam mit der Gruppe das Lernspiel weiter entwickeln und erste Stationen designen und herstellen.

 

weitere Infos zum Projekt "Weltentausch"

 

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Abschluss „zivil statt militärisch“ läutet auch einen Neubeginn ein

Mit der Veranstaltung „Aufrüsten bitte! Aber für zivil...“ wurde am 27. Juni die beim Friedenskreis angesiedelte Projektstelle „zivil statt militärisch“  der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) abgeschlossen. An diesem Nachmittag wurden noch einmal verschiedene Beispiele Ziviler Konfliktbearbeitung im Ausland vorgestellt und kritisch diskutiert.
Anlässlich des Abschlusses wurde ein kurzer Film produziert, in dem erklärt wird, warum Bildungsarbeit zum Thema Zivile Konfliktbearbeitung im Ausland wichtig ist. Der Film steht zum Download bereit und kann gerne verwendet werden.

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Dolmetsch-Notizen

ElKiS in Stadtmuseum-Ausstellung.

Im Stadtmuseum Halle läuft derzeit bis Ende Oktober die Ausstellung "Wallfahrt nach Mekka".

In der Ausstellung werden einige bemerkenswerte Objekte des 19. Jahrhunderts gezeigt werden. Anhand dessen soll einem interessierten und neugierigen Publikum ein wichtiger Teil des historischen und des gegenwärtigen muslimischen Alltags nähergebracht werden. Nebenbei gibt es Vorträge und Diskussionen: http://wallfahrt-nach-mekka.de/

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Erfolgreicher Auftakt für FilMut

 

Am 22.06.2017 trafen das erste Mal „filmutige“ junge Leute im Alter von 14 bis 25 zusammen, um gemeinsam mit Film- und Markenschaffenden zu überlegen, wie aus Mut Filme werden, und wie aus Filmen Mut wird! Es war die Auftaktveranstaltung für das Projekt FilMut.

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Pressemitteilung

Aufrüsten bitte! Aber für zivil... - das Projekt „zivil statt militärisch“ wird nach 4 Jahren abgeschlossen

Am 27. Juni wird die beim Friedenskreis Halle e.V. ansässige Projektstelle „zivil statt militärisch“ mit einer Podiumsveranstaltung abgeschlossen. Von 16-18h sind Interessierte in die Christliche Akademie in Halle, Fährstr.6, eingeladen,  Beispiele Gewaltfreier Konfliktbearbeitung im Ausland kennen zu lernen.
Die Projektstelle „zivil statt militärisch“ informiert seit 2013 Jugendliche und Erwachsene über Chancen und Grenzen ziviler gewaltfreier Konfliktbearbeitung im Ausland. „Der Einsatz militärischer Mittel im Kontext internationaler Gewaltkonflikte wird von vielen Menschen in Deutschland immer mehr als notwendig und alternativlos angenommen. Die Praxis aber zeigt, dass gewaltsame Konflikte mit militärischen Mitteln nicht gelöst werden können“, so Agnes Sander, Projektleiterin von „zivil statt militärisch“.

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 *1 Jahr Freiwilligendienst im Bereich Friedensbildung*

„Büroarbeit, bisschen Technik, Bibliothek und Projekte“

 

 

Unser aktueller Freiwilliger Albrecht fasst seine Zeit hier so zusammen:

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, kommt hier ein Text, in dem ich schreibe, wie sehr sich ein BFD im Friedenskreis lohnt. Das ist auch der Fall.

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Streit leben – Frieden gestalten

Praktische Einblicke in zivile Konfliktbearbeitung in Deutschland und im Ausland

Methoden und Beispiele Ziviler, gewaltfreier Konfliktbearbeitung sind in der deutschen Öffentlichkeit nur wenig bekannt. Dabei verfügen wir hierzulande über professionelle Erfahrungen im gewaltfreien Umgang mit Gewaltkonflikten und Krisen.

Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung. Die Erfahrungen und Ansätze aus diesem Programm werden nicht nur im Ausland sondern auch im Inland erfolgreich angewendet.

Im Rahmen von Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit wird versucht, Beispiele gewaltfreier Konfliktbearbeitung in Deutschland bekannt zu machen.
Bisher ist dies aber nur teilweise geglückt. Was machen wir bisher noch falsch? Welche neuen Wege müssen hier begangen werden? Zu diesen Fragen werden wir mit den folgenden Personen ins Gespräch kommen:

  • Gaby Weber (Friedensfachkraft, berichtet von Friedensarbeit in Kolumbien und Ecuador)
  • Hagen Berndt (Forum ZFD, Praktiker Zivile Konfliktbearbeitung im Inland; Arbeit zu Kommunaler Konfliktberatung in Osterholz-Scharmbeck und Salzgitter)
  • Marcus Stückroth (Friedenskreis Halle e.V., Bildungsreferent; Bildungsprojekte zum Thema Zivile Konfliktbearbeitung)


Moderation: Bernd Rieche (Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, AGDF)

Montag, 17. Juli 2017, 10-11.30 Uhr
Lutherstadt Wittenberg (Exerzierhalle, Lutherstr. 56)

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