ElKiS – Train- the Trainer gestartet!


Wie bringe ich Menschen in einen Lernprozess? Wie leite ich abwechslungsreiche Übungen an, achte dabei auf die ganze Gruppe und bleibe selbst stabil und sicher? Und welche Rolle spielt hier eigentlich die Sprache?


Vom 10.-12. Mai hat im ruhigen Großkayna bei Braunsbedra das erste Modul der ElKiS Train-the-Trainer Fortbildung gestartet und alle Beteiligten wurden dabei mal in ganz neue Rollen gesteckt.
15 Teilnehmende aus Halle, Weimar, Freiberg, Leipzig und Jena werden in dieser Fortbildung zu Trialog- Trainer*innen ausgebildet und haben an dem Wochenende die ersten Methoden dafür an die Hand bekommen. Die 15 sind selbst als Sprachmittler*innen tätig und sprechen neben Deutsch Türkisch, Spanisch, Arabisch, Kurdisch, Dari, Französisch, Italienisch und Polnisch. Ende August 2019 ist ihre Fortbildung zu Ende und dann werden sie deutschlandweit für Trialog- Trainings in den Einsatz gehen und für Sprachmittlung und den „Trialog“ an Kitas und Schulen sensibilisieren können.

  


Bunt und lebendig ging es an dem Wochenende zu. In der zum Seminarraum umgebauten Kirche in Großkayna konnten theaterpädagogische Methoden ausprobiert und selbst erfahren werden. Dinge, die wir selbst erfahren und erleben, können wir am besten verstehen, annehmen und auch an andere weitergeben. Mit diesem Grundsatz wurde an dem verregneten Wochenende in ausgelassener Stimmung gespielt, ausprobiert und vor allem reflektiert: Wie leite ich Übungen an und werte sie aus, wie bastele ich meinen eigenen Workshop und leite Lernprozesse an? In den Pausen wurde gemeinsam gekocht, gespielt, spaziert und diskutiert. Die Leidenschaft für Sprachen und Bildung und der Wunsch, hier wirken und sensibilisieren zu können, verband die Gruppe von Anfang an.


Dieses erste Modul der Train- the Trainer- Fortbildung legte für die 15 Teilnehmenden die methodische Grundlage für die kommenden Module im Juni, Juli und August.
Ab September starten die 15 Teilnehmende in ihre Praxisphase und bieten Trialog- Trainings bundesweit an. Diese richten sich an Sprachmittler*innen und Fachkräfte im Bereich der frühkindlichen Bildung. Ziel ist es, für gedolmetschte Gespräche praktische Strategien und Informationen an die Hand zu geben und alle Parteien dadurch zu entlasten.  

Bei Fragen und Interesse an Trialog- Trainings melden Sie sich gerne unter:
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Hier ein Spendenaufruf von unserem Freiwilligen Mark Belkin, der gegenwärtig in Ruanda als Freiwilliger arbeitet:

Unterstützung für Erste-Hilfe-Kurse in Ruanda

Herzinfarkt. Schlaganfall. Starke Blutung. Was tun? Notruf wählen und erste Hilfe leisten. Die Maßnahmen durch Ersthelfer sind in Deutschland von enormer Bedeutung und erhöhen die Überlebenschance in lebensbedrohlichen Lagen. Nach spätestens 15 Minuten ertönen in Deutschland die Sirenen des Rettungsdienstes, der Patient kann professionell versorgt werden. Die Station ist eine andere im Ostafrikanischen Ruanda. In Städten braucht der Rettungswagen länger und ist schlechter ausgestattet. Auf dem Land verzögert sich die Rettung noch weiter, in abgelegenen Häusern kommt sie gar nicht erst an. Umso wichtiger werden erste Hilfe Maßnahmen.

Mein Wunsch wäre es, in den letzten drei Monate die mir in Ruanda verbleiben, einen Erste Hilfe Kurs auf die Beine zu stellen. Damit will ich erreichen, dass mehr Menschen erfahren, wie leicht es sein kann, ein Leben zu retten und wie viel man als Laie leisten kann.

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Was macht Freiwilligendienste zu FRIEDENSdiensten?

Wir sehen unsere internationalen Freiwilligendienste als Friedensdienste. Doch was heißt das eigentlich? Darüber haben wir uns im März mit 9 befreundeten Organisationen im Dachverband AGDF unterhalten und diese gemeinsame Position erarbeitet: Freiwilligendienste als Friedensdienst

 

Und warum stehen wir hinter FREIWILLIGENdiensten?

In den letzten Monaten wurde aus Kreisen von CDU/CSU sowie AfD der Vorschlag ins Rennen schickt, wieder Pflichtdienste einzuführen. Diese werden als passende Antwort auf die Personalsituation bei der Bundeswehr oder im Pflegebereich dargestellt. Auch auf Landesebene kam diese Debatte an, in Form eines Antrages der AfD für die Einführung von Pflichtdiensten und eines Antrages der Linken gegen die Einführung von Pflichtdiensten, für die Stärkung von Freiwilligendiensten und für eine Bearbeitung von Problemen auf dem Arbeitsmarkt innerhalb des Arbeitsmarktes. In dem Zuge wurden wir im März 2019 aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen mit (internationalen) Freiwilligendiensten zu einem Fachgespräch in den Ausschuss für Inneres und Sport geladen. Unsere Position könnt ihr hier nachlesen: Freiwilligendienste - nicht Pflichtdienste! - stärken das gesellschaftliche Engagement und die Demokratie

 

Internationaler Freiwilligendienst begrüßt Etaterhöhung, kritisiert aber gleichzeitig die Bundesfamilienministerin

Pressemitteilung des Gesprächskreises Internationale Freiwilligendienste 

Bonn, 03.12.2018

Der Gesprächskreis Internationale Freiwilligendienste (GIF) hat die Entscheidung des Deutschen Bundestags nachdrücklich begrüßt, im kommenden Jahr für den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) mehr Mittel zu bewilligen, als die Bundesregierung in ihrem Haushaltsentwurf für 2019 vorgesehen hat. „Angesichts eines erstarkenden Nationalismus und Populismus sowie einer Gefährdung der Demokratie übernehmen internationale Freiwillige eine wichtige Rolle. Das deutsche Parlament setzt mit seiner Entscheidung darum hier ein ganz wichtiges Zeichen“, so Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden und Mitglied im GIF. Im Bundeshaushalt wurde der IJFD-Ansatz von 12,1 Millionen Euro 2018 auf 13,6 Millionen Euro erhöht.

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Nicht Pflicht, sondern Freiwilligkeit stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie

Eine Resolution der AGDF-Mitgliederversammlung 2018. Der Friedenskreis ist Teil des Dach- und Fachverbandes.

 

Die Forderung eines Pflichtdienstes für alle jungen Menschen in Deutschland wird damit begründet, dass er den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern helfen und dazu beitragen soll, dass mehr Menschen Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen. Die Debatte erfolgt vor dem Hintergrund einer Zunahme von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus in der Öffentlichkeit sowie einem „Auseinanderdriften“ der Gesellschaft.
Kann ein Pflichtdienst diesen Entwicklungen wirklich entgegenwirken? Ein Pflichtdienst erfordert staatlichen Zwang. Er beschneidet Freiheitsrechte und bremst freiwilliges Engagement aus. Notwendig wäre zudem eine teure, aufwändige Bürokratie. Weiter ist kaum vorstellbar, wie er Arbeitsplatz-neutral gestaltet werden kann.

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Pressemitteilung

Veranstaltungshinweis: Frieden wagen – Internationale Freiwilligendienste über den Friedenskreis Halle e.V.

(Halle, 19.09.2018) Der Friedenskreis Halle entsendet junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren in Partnerprojekte in Südosteuropa sowie nach Ruanda und Spanien.
Frisch zurückgekehrte Freiwillige berichten bei dieser Abendveranstaltung in gemütlicher Atmosphäre von ihren Erfahrungen in Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und in der Ukraine. Außerdem informieren wir über unsere Programme und Bewerbungsverfahren.  

Ort der Veranstaltung: Villa Lewin (Ehemalige Jugendherberge), August-Bebel-Straße 48a, 06108 Halle
Termin der Veranstaltung: 22.09.2018 20.00 - 21.00 Uhr
Referentin: Franziska Ilse-Shams (Koordinatorin für internationale Freiwilligendienste Friedenskreis Halle e.V.) und ehemalige Freiwillige des Friedenskreis Halle e.V.  

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